Hierzulande ist Acerola wohl kaum jemanden ein Begriff. Denn erst seit kurzem wird die Steinfrucht Acerola und deren Bedeutung als Superfood in Europa bekannt.

Die Acerola-Kirsche, Antillenkirsche oder schlichtweg Acerola genannt, ist eigentlich keine Kirsche. Sie wird nur mit ihr wegen ihres Aussehens verglichen. Die Acerola stammt aus der Familie der Malpighiengewächse, deren bekanntester Vertreter wohl die Lianen sind, und wird als Obst genutzt.

Die meisten werden sofort daran denken, dass die Acerola-Kirsche an Bäumen wächst. Die Vermutung liegt nahe, da die hiesige Kirsche genau das tut. Die Acerola wächst allerdings an Sträuchern. Die Steinfrucht wächst vor allem in Mexiko, auf der Halbinsel Yukatan, auf Jamaika, in Florida und Brasilien. Teilweise kommen sie auch in Texas vor, da aber eher rankenartig. Sie bevorzugen subtropisches Klima, feucht und warm muss es also sein. Allerdings können sie auch in Schluchten oder an Flussufern wachsen, auch in Wäldern und an Straßen sind sie zu finden. Die kleinen pink-rot-farbenen Früchte, ein Merkmal das an die Kirsche erinnert, reifen innerhalb eines Monats. Bis zu vier Mal im Jahr kann die Früchte des Strauches mit den pinken und weißen Blüten ernten.

Wozu sind die Acerola-Kirschen gut?

Die Acerola Kirsche enthält eine große Menge an Vitamin C, weshalb es als Nahrungsergänzungsmittel verwendet wird. Oftmals hört man auch den Zusatz Powerfrucht. Das Vitamin C ist wichtig, da es von unserem Körper kaum gespeichert wird. Somit bedarf es einer hohen Zuvor des Vitamins, da es wichtig für das Immunsystem ist. Orangen und Erdbeeren enthalten nicht einmal einen Teil des Vitamin C, wie die Acerola. Auch Provitamin A und Vitamin B1 und B2 sind in der Steinfrucht enthalten. B Vitamine sind sehr wichtig für den Energiestoffwechsel. Weiterhin beinhaltet die Frucht Eisen, Kalzium und Phosphor.


Man sagt ihr noch eine positive Wirkung auf die Hautalterung zu, weshalb mittlerweile Forschungen in Bezug auf die Wirkung als Anti Aging Mittel betrieben werden. Sie soll außerdem straffend und reinigend wirken. Somit findet man Acerola heute auch schon oft in Kosmetikprodukten wieder.

Wie kann man die Acerola-Kirsche hier erhalten?

Die Frucht an sich kann man in Europa leider nicht kaufen. Grundsätzlich kann die Steinfrucht roh verzehrt werden, da sie aber nach der Ernte schnell verdirbt, ist sie nicht transportfähig. Somit kann Acerola nicht als Frucht erwerben. Er wird dafür als Saft mit anderen Früchten gemischt, wobei er auch pur erhältlich ist. Man kann ihn aber sogar als Fruchtaufstrich erhalten.

Durch das Sprühtrocknungsverfahren ist es gelungen aus der Frucht auch Pulver zu gewinnen. Heute verwendet man jedoch eher das Gefriertrocknen. Außerdem sind Tabletten und Extrakt erwerblich. Häufig angewandt werden Saft und Pulver um den Geschmack anderen Säften zuzufügen oder um Eis, Marmelade oder Gelee herzustellen. Der Geschmack der Acerola ist säuerlich und erinnert an Äpfel. Erhältlich ist der Saft in vielen Reformhäusern und Biomärkten. Das Pulver findet man meist jedoch nur im Internet.

Was ist zu beachten?

Wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel, dass man nicht auf natürliche Weise essen kann, sollte man immer auf die empfohlene Einnahme achten. Auch auf die Hochwertigkeit der Produkte sollte man achten, chemische Zusatzstoffe müssen nicht im Produkt sein, damit es gut ist.

Interessantes über Acerola

Bei der Acerola-Kirsche gibt es verschiedene Anwendungsarten. Auch die äußere, über Kosmetikprodukte ist hierzulande beliebt. Gerne wird das Naturprodukt mit Aloe Vera gemischt. Tatsächlich gibt es nicht nur Cremes, sondern auch Shampoos, Masken und es wird zur Behandlung von Akne genutzt. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass man keine Wunder erwarten kann, sondern dem Produkt einiges an Zeit lässt. Nebenwirkungen hat man im Laufe der Forschung noch nicht gefunden. Überschüssiges Vitamin C, sofern man es denn aufnimmt, wird vom Körper wieder ausgeschieden.