Was ist Alfalfa?

Alfalfa kennt man bei uns auch unter dem Namen Luzerne, die schon immer sehr gerne als Viehfutter genutzt wurden. Für den menschlichen Verzehr erschien die ausgewachsene Pflanze im Geschmack als zu bitter. In anderen Kulturkreisen verhielt es sich jedoch ganz anders. „Vater aller Lebensmittel“ lautet die Übersetzung des persisch/arabischen Wortes Alfalfa. Schon in babylonischen Tagen waren die zarten Sprossen dieser Pflanze ein Begriff und eine geschätzte Kost.

Mittlerweile hat es sich bis in abendländische Gefilde herumgesprochen, dass Alfalfasprossen als Bestandteil eines Salates und bei vielen anderen Speisen nicht nur optisch sehr ansprechend sind, sondern auch gut schmecken und die Ernährung auf sinnvolle und gesunde Weise ergänzen können.

Die gesunde Sprosse

In Alfalfa stecken verschiedene Vitamine, so zum Beispiel das für den Körper unverzichtbare Vitamin C, oder auch Vitamin K, wichtig für die Blutgerinnung und vorbeugend gegen verschiedene Alterskrankheiten wie zum Beispiel die Verkalkung der Arterien. Da der Körper nur in sehr begrenztem Maße in der Lage ist, Vitamin K selbst herzustellen, ist der Verzehr von Alfalfa in jedem Fall eine willkommene Unterstützung. Außerdem enthalten Alfalfa-Sprossen verschiedene Mineralien, Amino- und Folsäure sowie andere für den Körper wichtige Inhaltstoffe. Sie helfen dem Körper bei der Reglung des Cholesterinspiegels. Indirekt erfolgt dadurch auch die Verhinderung bestimmter Herzkrankheiten und teilweise sogar von Krebs. Das Immunsystem wird gestärkt. Ebenso die Knochen und Muskeln. Die enthaltenen Proteine machen Alfalfa auch zu einer geeigneten Nahrungsergänzung für Menschen, die sich für eine vegane Ernährung entschieden haben, oder die Rohkost bevorzugen.

Obwohl es sich „nur“ um Sprossen handelt, stellt sich bei ihrem Verzehr dennoch relativ rasch ein Sättigungsgefühl ein. Der Grund dafür ist das darin enthaltene Eiweiß und die Ballaststoffe. Da sie gleichzeitig aber nur wenig Fett und Zucker enthalten, haben sie auch nur wenige Kalorien. Dieser Umstand macht sie wiederum sehr geeignet für Menschen, die Gewicht verlieren wollen.
Auch bei Verdauungsstörungen ist Alfalfa durchaus empfehlenswert, da es reich an Ballaststoffen sind.
Allerdings wird geraten, die Sprossen gut unter fließendem in einem Küchensieb abzuwaschen. Es ist zu mehreren Vorfällen mit Salmonellen gekommen, die sich nicht wiederholen sollen.
Besonders schön ist, dass man Alfalfasprossen ohne großen Aufwand auch selbst zu Hause ziehen kann. So hat man die schnell wachsenden Sprossen jederzeit frisch zur Verfügung.

Alfalfa auch als Pulver

Alfalfa wird nicht nur als Sprosse angeboten. Die Sprossen haben den Nachteil, dass sie – einmal abgeschnitten – nicht lange frisch gehalten werden können. Dann werden sie weich und verlieren ihre Knackigkeit. Von daher ist es gut zu wissen, dass es auch als Pulver angeboten wird. Grundlage dafür ist die ganze Pflanze, die in einem aufwendigen Verfahren geerntet und getrocknet wird, bevor man sie zu einem feinen Pulver zermahlt. Die Ernte erfolgt genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Nährstoffkonzentration in der Pflanze am höchsten ist. Die Trocknung sowie die übrige Weiterverarbeitung erfolgen sehr behutsam. Das Pulver kann mit Wasser zu einem Getränk verrührt werden, oder es kann im Joghurt oder Müsli als gesunde Ergänzung dienen. Allerdings wird davon abgeraten, mehr als die jeweils angegebene tägliche Verzehrmenge zu sich zu nehmen. Das Pulver erhält man als Präparat im Internet.