Arganöl ist eine echte Wunderwaffe, es ist nicht nur gut für die Haut und Haare, dass Öl wird auch immer beliebter in der Lebensmittelbranche. Ob bei Köchen oder privat zu Hause, immer mehr Menschen schwören auf das sogenannte Luxusgut, da es viele positive Eigenschaften besitzt. Da Arganöl sehr begrenzt auf der Welt vorkommt, ist es zwar etwas teurer im Preis, allerdings wissen sie nach dem folgenden Text warum es so ist und dass es sich lohnt das Geld dafür auszugeben. Mittlerweile ist es so beliebt, dass die marokkanische Regierung eine gesteigerte Produktion veranlasst und im Jahr 2020 die Herstellung um 1500 Tonnen erhöht. Marokko nennt es sinnlich, dass weiße Gold.

Herkunft des Arganöls

Das Arganöl stammt aus Marokko, genauer gesagt aus dem Südwesten des Königstaates. Die Arganie, wie der Arganbaum auch genannt wird, wächst nur dort und das auf einer Fläche von nur 820.000 Hektar. Deshalb ist das Arganöl so einzigartig. Es gibt weltweit rund 20 Millionen Bäume, die unter Naturschutz stehen und seit 1998 in der Liste der Biosphärenreservate zu finden sind.

Herstellung

Die Früchte des Arganbaumes, welche auch Mandeln genannt werden, müssen erst einmal vom Boden gesammelt werden. Generell ist die Erntezeit dafür zwischen Juli und September. Diese Früchte kann man nicht pflücken, da der Arganbaum ein Dornengewächs ist, welcher zudem Wurzeln besitzt die bis zu 30m tief in die Erde dringen. Die Länge der Wurzeln dient dazu, dass der Baum immer Wasser findet, da das Klima in Marokko sehr trocken ist. Hat man die Früchte eingesammelt, werden sie getrocknet und gelagert. Das trocknen ist ein notwendiger Prozess der die Haltbarkeit von bis zu 5 Jahren sichert.

Weiter geht es mit der Herstellung und zwar das pressen, dies kann auf 2 verschiedene Weisen erfolgen. Einmal gibt es die maschinelle Verarbeitung und die handgemachte traditionelle Pressung. Der Vorteil bei der Maschinellen Pressung ist, dass es schneller geht und viel ergiebiger da jeder einzelne Tropfen aus der Mandel gedrückt wird. Der Nachteil ist die Qualitätseinbuße der Frucht und das die marokkanischen Frauen ihren Lebensunterhalt nicht mehr sichern können, wenn die Maschinen alles übernehmen würden. Wobei wir bei der traditionellen Pressung wären. Als erstes muss das innere der Frucht freigelegt werden. Dies geschieht so, dass die Schalen zwischen Steinen gedrückt werden. Um den Kern liegt Fruchtfleisch und Schale, dass aber wird nicht weggeworfen, es dient als Futter für die Tierwelt. Schafe, Ziegen und Kamele leben davon.

Die Frucht selbst ist für den Menschen nicht genießbar und wird deshalb verwertet. Hat man den Kern von Fruchtfleisch und Schale befreit, befinden sich in den Kern, drei kleine Mandeln, vergleichbar mit der Größe eines Pinienkerns. Arganöl erhält sein nussiges Aroma nicht etwa wegen den Mandeln allein, es muss sofort weiterverarbeitet und geröstet werden. Je länger man die Mandeln röstet, umso intensiver wird später der Geschmack des Arganöls. Dies erklärt warum es verschiedene Geschmacksrichtungen des „weißen Goldes“ gibt. Ist dieser Vorgang vollbracht worden, so werden die gerösteten Kerne, welche abgekühlt sein müssen mit der Hand zu Brei verarbeitet. Nach und nach setzt sich durch mühsames kneten im Gefäß das wertvolle Öl ab. Von nun an ist es bereit für den weiteren Weg in die Welt, um vielen Menschen mit seinen positiven

Eigenschaften glücklich zu machen. Zudem gibt es noch das kaltgepresste Arganöl, welches die gleiche Prozedur durchläuft, allerdings geht an diesem Öl die Röstung vorbei und hat deshalb nicht den aromatisch nussigen Geschmack. Kaltgepresste Öle werden hauptsächlich für die Kosmetikindustrie produziert und dienen der körperlichen Anwendung, da sie im Geschmack nicht so intensiv sind werden die gerösteten Öle eher für die Lebensmittelindustrie genutzt.

Anwendung für Haut und Haar

Wenn wir einmal darüber nachdenken, was wir unserer Haut und unseren Haaren eigentlich antun, können wir dankbar darüber sein, dass uns die Natur dieses Luxusgut spendet. Denn Umweltbelastung, Staub, UV-Strahlen, ungesunde Ernährung und Chemie beispielsweise in Haarfärbemittel oder Pflegeprodukten, tun ihr übliches, sie schaden unseren Körper und richten meist mehr schaden an als dass sie uns Gutes tun. Fangen wir doch mal bei unseren Haaren an. Wer liebt sie nicht? Ob lang oder kurz, lockig oder glatt, schwarz oder blond, sie spiegeln das wieder was wir leben. Doch was nützen uns lange Haare, wenn sie kraftlos und glanzlos aussehen, sie brauchen und das grade in der Länge, reichhaltige Pflege, aber keine Chemiebomben. Arganöl ist ein wahres Pflegewunder- den das kaltgepresste Öl bietet einen rundum Schutz für Ihr Haar. Es verleiht Glanz und lässt die Pracht wieder zu dem werden, was es verdient zu sein. Gesund und glänzend, denn das Öl besitzt einen hohen Gehalt an Vitamin E, ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien, welche unsere Zellen vor freien Radikalen schützen.

Aber nicht nur Glanz und Frische werden dem Haar verliehen. Es gibt noch einige andere Sachen mehr, warum es sich lohnt das Arganöl in die Haare zu bringen. Zum Beispiel als Haarkur, die Haare ganz normal damit einmassieren und eine Zeit einwirken lassen, danach einfach ausspülen. Eine andere besondere Wirkung ist die, dass es gegen Haarausfall wirkt. Es hat eine Durchblutungsfördernde Funktion, welche so wirkt das die Haare weniger ausfallen und sogar dem Wachstum dienen. Die beste Anwendung dafür ist das man das Haar am Abend mit dem Öl einmassiert und ein Handtuch drum herumwickelt, über Nacht kann das Ganze dann einwirken und am Morgen einfach mit klarem Wasser ausspülen. Für was auch immer man die Haare damit verwöhnt, man sollte sparsam damit umgehen, denn es ist sehr ergiebig, grade bei trockenen Haaren sollte man für den Glanz nicht zu viel verwenden da es sonst fettig zu sein scheint. Wunder für die Haare, mehr kann man dazu nicht sagen.

Bei der Gesichtspflege sieht es aber nicht viel anders aus, auch und vor allem die Haut ist täglich so vielen Strapazen ausgesetzt, dass man sich eigentlich gar nicht über vorzeitige Hautalterung, verstopften Poren und trockener Haut wundern müssen. Cremes hier, Masken dort, Solarium, Makeup, Nikotin und Alkohol tun ihr Übriges und das sieht man unserer Haut an. Wenn wir unserer Haut was Gutes tun wollen, sollten wir auch ab und mal zu natürlichen Mittelchen greifen.

Arganöl tut hier sein Übriges. Es ist nicht nur wahnsinnig Feuchtigkeitsspendet, es sorgt mit seinen kostbaren Inhaltstoffen einfach dafür, dass sich unsere Haut rundum wohl fühl und mit allem versorgt wird was sie braucht. Da Arganöl so ein wahnsinnig hoher Anteil an Vitamin E besitzt, sagt man ihm nach das es die Hautalterung verlangsamen soll und es hilft dabei Fältchen zu reduzieren. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass es für alle Hauttypen geeignet ist, ob trockene Haut oder fettig. Auch Akne und Neurodermitis werden damit positiv behandelt und es führt gezielt zu sichtbaren Ergebnissen. Man brauch kein gewisses Alter dafür, von jung bis alt jeder kann es verwenden. Hier gebe ich Ihnen noch ein paar Stichpunkte wofür man Arganöl bei der Gesichtspflege verwenden kann: Sonnenbrände,

Pickel, als Massageöl, Grundierung für Makeup, Juckreiz, Gesichtspflege, wenn man es mit Salz mischt hat man ein tolles, nährreiches Peeling. Raue, rissige Lippen und zur Vorbeugung für Schwangerschaftsstreifen. Also wie sie sehen, ist es ein wahres Multitalent.

Ernährung mit Arganöl

Auch in der Küche findet das Arganöl an immer mehr Beliebtheit. Es hat die gleiche Beliebtheit in der Küche von Starköchen, wie Kaviar und Trüffel. Es stellt selbst das beste Olivenöl in den Schatten. Salate, Dressing, Fisch und Fleisch kann man damit verfeinern. Es gibt einmal das kaltgepresste Arganöl und das geröstete Arganöl, wobei das kaltgepresste Olivenöl sehr mild im Geschmack ist und dadurch eher das geröstete Arganöl verwendet wird, da es einen sehr aromatisch-nussigen Geschmack hat. Man braucht auch keine Angst haben, dass die Aromen hierbei verschwinden, wenn es in der Pfanne an Hitze gewinnt.

Trotzdem empfiehlt es sich das Öl immer erst zum Schluss in die Pfanne zu träufeln, da es dann sein Aroma voll und ganz entfalten kann. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass wenn man anstatt Butter und Fett das Arganöl zum Kochen und braten verwendet, der Cholesterinwert nachhaltig sinkt und auch Übergewicht soll damit verringert werden. Für die Gesundheit wird empfohlen, jeden Tag einen Esslöffel von dem Nährstoffreichen Öl zu verzehren.

Arganöl kaufen

Arganöl ist preislich ziemlich weit oben und es heißt das Arganöl das teuerste Öl der Welt sei. Ein Liter kostet um die 80- 100 €, dass klingt viel aber je genauer man darüber nachdenkt, versteht man auch warum es diesen Preis hat. Es gibt weltweit nur 20 Millionen Bäume auf einer Fläche von rund 820.000 Hektar. Die Handarbeit die in Marokko Tradition hat, ist anstrengend und schwer. Um einen Liter Arganöl herzustellen, brauch es von einer erfahrenen Berberin (so nennt man die Damen in Marokko die der Herstellung dienen) 15 Stunden Arbeit.

Aber nicht nur das, für diesen einen Liter benötigt es außerdem 30 kg Früchte, das ist eine Menge und macht es quasi zum Luxusgut. Es ist vielseitig einsetzbar und einfach zu vergöttern. Von daher hat es seinen Preis verdient. Wenn sie billiges Arganöl angeboten bekommen können sie sich sicher sein, dass es entweder gepantscht wurde oder maschinell hergestellt wurde, was dann eben nicht mehr die Wirk- und Inhaltstoffe besitzt, die es so kostbar macht.