Bekannt aus China

Bei Astragalus handelt es sich um eine Pflanze, die es praktisch nur in Ländern der Nordhalbkugel der Erde gibt und bei uns auch als Tragant bekannt ist. Von ihr gibt es mehrere tausend Arten, und einige davon sind schon lange als Heilpflanzen bekannt, vor allem aus der chinesischen Medizin. Dort gilt astragalus mongholicus bereits seit der Antike als ein klassisches Stärkungsmittel. Die Unterart, die bei uns gedeiht und ähnliche Wirkungen aufweist, heißt astralagus membranaceus und wird auch Tragantwurzel oder Bärenschote genannt. Allerdings laufen in Deutschland noch Forschungen dazu, ob man Astralagus tatsächlich als Heilpflanze einordnen kann.

Astragalus weckt Hoffnungen

Die Forschungen noch längst nicht abgeschlossen, doch erweisen sich die bisherigen Ergebnisse als durchaus vielversprechend. Bislang galt Astragalus als allgemeines Stärkungsmittel, doch es scheint noch erheblich mehr darin zu stecken. So unterstützt es das Immunsystem in einer Weise, die zum Beispiel Erkältungen in ihren Wirkungen ausbremst und sogar Symptome von Asthma deutlich mildern kann. Interessant ist dieses Spektrum vor allem auch für Heuschnupfenpatienten. Für Menschen mit allergisch bedingten Beschwerden kann Astragalus tatsächlich eine neue Hoffnung darstellen. Allerdings laufen die Versuchsreihen dazu noch.

Es gibt Hinweise darauf, dass Astragalus außerdem die Leberzirrhose als letztem Stadium einer Schädigung durch übermäßigen Alkoholgenuss zumindest aufhalten kann. Auch ansonsten ist festgestellt worden, dass damit die Fettwerte allgemein, nicht nur in der Leber reduziert werden können. Dies trägt gleichzeitig zum Schutz der Nieren bei. Aus der chinesischen Medizin ist überliefert, dass die Hinzunahme von Astragalus die Wirkung verschiedener anderer Kräuter gegen Diabetes optimierte. Das liegt an seiner blutzuckersenkenden Wirkung. In Ergänzung dazu wurde in Deutschland mittlerweile herausgefunden, dass das Kraut dem Organismus helfen kann, besser auf Insulin anzusprechen.

In verschiedenen chinesischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass sich nach der Einnahme von Astragalus die Kontraktionsfähigkeit des Herzens verbesserte, was sich unmittelbar auf den Kreislauf auswirkte. Bei Herzschwäche konnte so geholfen werden. Außerdem wurde anhand verschiedener Versuche bemerkt, dass Astragalus das körpereigene Immunsystem darin unterstützt, sich gegen die Bildung von Tumoren zu wehren. Auch ansonsten hemmt es das Wachstum bereits vorhandener Tumore und unterstützt die Wirkung verschiedener Krebstherapien. Bei all diesen vielversprechenden Forschungsergebnissen, die auf Erfahrungen aus China basieren, sei jedoch bemerkt, dass die benannten Wirkungen zum derzeitigen Forschungsstand im Rahmen von Tierversuchen beobachtet werden konnten. Die Erprobung am Menschen steht noch aus. Dennoch weckt Astragalus insgesamt große Hoffnungen.
Bereits erhältlich

Auch wenn die Wirkungsweisen noch längst nicht abschließend wissenschaftlich bewiesen sind und Astragalus bei uns dementsprechend noch längst nicht als Medikament, oder auch nur als Bestandteil eines Medikaments erhältlich ist, so sprechen doch die Erfahrungen aus der chinesischen Medizin eine deutliche Sprache. Von daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass man es auch bei uns bereits kaufen kann. Im Internet kann man die Wurzel der astragalus membranaceus zu einem Pulver zermalen abgepackt kaufen. Außerdem gibt es Kapseln und Tabletten sowie Tropfen zum Einnehmen. Geworben wird allerdings momentan nur damit, dass man damit seit Jahrtausenden in China gute Erfahrungen bei der Stärkung des Immunsystems gemacht hat. Damit reiht sich Astragalus in all jene Produkte und Präparate ein, die allgemein auch als Superfood bezeichnet werden.