Er gilt als Symbol der afrikanischen Savanne und kann bis zu 3000 Jahre alt werden: Baobab, auch bekannt als der „Baum des Lebens“. „Bao-was?!“, mag jetzt vielleicht der ein oder andere denken – und keine Sorge, damit sind Sie bestimmt nicht allein. Immerhin ist die Frucht des afrikanischen Affenbrotbaums in Deutschland erst seit 2009 offiziell als Lebensmittel zugelassen. Demgegenüber besteht auf dem südlichen Kontinent eine uralte Tradition der Verwendung fast aller Bestandteile des Baumes. Seine Frucht hat hier nicht nur einen hohen Stellenwert als Lebensmittel, sondern auch als Arznei.

Entsprechend trägt Baobab auch stolz den Beinamen „Apothekerbaum“. Der klangvolle, fremdartige Name leitet sich übrigens vom arabischen „bi hubab“ ab, was so viel bedeutet wie „Frucht mit vielen Samen“. Tatsächlich enthält eine Baobab-Frucht, die äußerlich an eine eiförmige Kokosnuss erinnert, 120-200 sehr fettreiche Samen. Während diese hierzulande vor allem bei der Herstellung von Kosmetik Verwendung finden, gilt das getrocknete Fruchtfleisch zu Recht als

Superfood aus der Savanne

Für die Superkräfte von Baobab ist nicht nur die beachtliche Dosis Vitamin C verantwortlich, die die Frucht mitbringt – auch wenn der Gehalt von 300 mg pro 100 Gramm immerhin das Sechsfache der Zitrone beträgt und somit durchaus Beachtung verdient. Obendrein enthält die Frucht des Affenbrotbaums noch mehr Antioxidantien als andere populäre Superfruits wie die Goji- und Acaibeeren. Aufgrund dieser geballten Qualitäten unterstützt Baobab die Stärkung des Immunsystems und den Aufbau von Bindegewebe und hilft, vorzeitiger Zellalterung entgegenzuwirken. Zusätzlich beinhaltet die Frucht die wichtigen Mineralstoffe Calcium und Eisen und trägt damit bei ausreichendem Verzehr zu starken Knochen und Zähnen und einer funktionierenden Versorgung des Körpers mit Sauerstoff über das Blut bei.

Der Zauberbaum als medizinisches Multitalent

Das Spektrum der medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Baobab ist ebenfalls beeindruckend. So wird die Frucht als fiebersenkendes Mittel, bei Infektionskrankheiten wie Pocken und Masern oder bei bakteriellen Darmerkrankungen verwendet. Sie wirkt entzündungshemmend, husten- und schmerzlindernd. Kein Wunder, dass diesem Baum Zauberkräfte nachgesagt werden.

Ballaststoffe für die schlanke Linie

Doch die Frucht des Affenbrotbaumes birgt ein weiteres Geheimnis, welches ihm dieserTage sogar in Hollywood Ruhm einbringt: Sie besteht fast zu 50 Prozent aus Ballaststoffen. Diese senken den Blutzucker, was mit einem Sättigungsgefühl einhergeht und Heißhungerattacken vorbeugt – und so bei einer figurbewussten Ernährung helfen kann. Ganz nebenbei kann man so auch Diabetes II vorbeugen und Konzentrationsschwächen ausgleichen. Als Produkte für den Verzehr von Baobab existieren auf dem deutschen Markt vor allem Süßigkeiten, Saucen oder Fruchtsaft, die mit dem Fleisch der Superfrucht hergestellt werden. Baobab wird aber auch als Sahnealternative eingesetzt.

Magisches Geschmackserlebnis

Beige und von fester Konsistenz, erinnert Baobab optisch an trockenes Brot – liegt geschmacklich aber Welten entfernt: So wird sein Aroma häufig mit Birne, Grapefruit und Vanille verglichen. Wenn das nicht ebenfalls nach Magie klingt! Am besten überzeugen Sie sich selbst von diesem vielversprechenden Geschmackserlebnis, indem sie Baobab in einer der vielfältigen Varianten, in denen die Frucht angeboten wird, ausprobieren. Mithilfe dieser Superfrucht auf ihrem Speiseplan steht nicht nur einem kulinarischen Zauber, sondern auch einem langen Leben garantiert nichts mehr im Weg – es müssen ja nicht gleich 3000 Jahre sein.