Die Arten dieser Pflanze sind kleine Sträucher, selten kleine Bäume. Berberitzen besitzen kleine ein- bis fünfteilige Dornen, die an den Langtrieben die umgewandelten Blätter darstellen. In den Achseln dieser Dornen entwickeln sich an den Kurztrieben die eigentlichen Laubblätter. Die Blütenstände sind meist sehr unterschiedlich aufgebaut. Die Blüten sind hellgelb bis orange und gibt es in den Varianten Kelchblätter, Kronblätter und Staubblätter. Die Beeren der Berberitzen unterscheiden sich aufgrund der Blattfarbe der Berberitzen. Immergrüne Berberitzen haben meist schwarze Beeren, wohingegen sommergrüne Berberitzen rote Beeren haben.

Verbreitung der Berberitze

Die meisten Arten der Berberitzen befinden sich im ostasiatischen Raum und auch im Himalaya Gebirge. Auch in den südamerikanischen Anden ist eine große Vielzahl von Arten aufzufinden, wohingegen es in Europa nur zwei bis vier verschiedene Arten gibt.
Aufgrund dieser vielfältigen Fundorte werden Berberitzen oft auch als Pionierpflanzen bezeichnet. Als Pionierpflanzen werden Pflanzen bezeichnet, die besonders anpassungsfähig sind und somit im Prinzip in fast jeder Umgebung wachsen und überleben können. Pionierpflanzen sind aus diesem Grund häufig in neu geschaffenen Lebensräumen aufzufinden, denn durch eine besondere Anpassung der Physiologie und des Lebenszyklus ist Ihnen eine erfolgreiche Verbreitung möglich.

Viele Arten der Berberitzen bilden Hybride, also Kreuzungen aus verschiedenen Gattungen, Arten, Rassen oder Zuchtlinien.
Diese Kreuzungen werden bewusst und kontrolliert angewendet. Dabei werden zwei Arten ausgewählt und ihre starken Eigenschaften über mehrere Generationen durch bewusste Zucht und Selektion verstärkt.

Nutzung der Berberitze

Berberitzen werden oft als Ziergehölze in Gärten und in Parks verwendet. Als Ziergehölze versteht man Pflanzen und Gehölze aller Art, die in Parkanlagen, Gärten oder Friedhöfen, aber auch in Beeten als Verschönerung genutzt werden. Der Unterschied zu den Nutzpflanzen besteht in diesem Falle darin, wie der Name schon sagt, dass sie ausschließlich als Verschönerung genutzt werden. Im Gegensatz dazu stehen dann wiederum die Nutzpflanzen, welche Gemüse oder andere essbare Sachen abwerfen. Ziergehölze kann auch in einigen Fällen Beeren abwerfen, diese sind dann allerdings nicht essbar. Viele Arten von Berberitzen lassen sich auch als Hecken ziehen oder werden extra zu dem Zweck der Verschönerung gezüchtet

Berberitzen werden aber zum Beispiel in der persischen Küche (Berberitzenreis) zur Verfeinerung von Speisen Verwendung, trotz des leicht säuerlichen Geschmacks. Manche Berberitzen Arten werden aber trotzdem in getrockneter Form im Handel angeboten. Die dort angebotenen Arten verfügen über einen recht hohen Vitamin-C-Gehalt und sind in dem Fall gut zum Verzehr geeignet.

Medizinische Nutzung der Berberitze

In der traditionellen Volksmedizin finden die Früchte, die Rinde und die Wurzel der Berberitze ebenfalls Anwendung. Die Früchte werden bei Nieren- und Harnwegsbeschwerden verwendet. Außerdem können sie außerdem gegen Magen-Darm-Probleme, Bronchial- und Milzleiden sowie Lebererkrankungen und Krämpfen hilfreich sein. Darüber hinaus werden die Wurzel und die Rinde bei Atemwegsbeschwerden und Herz- und Kreislaufbeschwerden genutzt. Eine Wirksamkeit ist dafür allerdings nicht belegt. Da auch einige Nebenwirkungen auftreten können wurde eine negative Bewertung für die Behandlung durch diese Pflanze ausgesprochen und zwar von der Kommission E, welche für die Bewertung von pflanzlichen Heilmitteln zuständig ist. In der Rinde und der Wurzel ist zudem eine hohe Konzentration von Alkaloiden feststellbar, weshalb die Berberitze bei einer Überdosierung sogar toxisch, also giftig sein kann.