Die Gerste

Wer denkt bei Gerste nicht auch zuerst an Hopfen, Malz und Bier? Vielleicht kommt das Bild eines wunderschönen gelben Feldes in den Sinn, dessen Halme sich im Wind wiegen. Ein romantischer Sonnenuntergang vielleicht? Die Gerste ist ein Süßgras, das tatsächlich zum Brauen von Bier genommen wird und gehört zu den wichtigsten Getreide Arten. Nicht nur wegen der Herstellung des Getränks, sondern auch als Nahrungsmittel.

Die Gerste ist ein einjähriges Gewächs, das bis zu einem Meter hoch wachsen kann. Der Mensch benutzt hauptsächlich die Sommergerste, die neben der Erzeugung von Bier auch zu Graupen und Grütze verarbeitet wird.
Das Gerstengras ist der grüne Halm, die jungen Blätter, aus dem die Gerste sehr bald entsteht. Es ist nicht mit dem Weizengras zu verwechseln, das sich von den Inhaltstoffen und der Verträglichkeit unterscheidet.

Das Gerstengras

Das Gerstengras ist das eines der häufigsten Nahrungsmittel der Erde und noch dazu besitzt er viele Nährstoffe, Vitamine und Vitalstoffe, die für den menschlichen Körper von unschätzbarem Wert ist. Ihr werden neben den nachweisbaren Inhaltstoffen auch heilende Wirkungen zugesprochen. Daher gilt es mittlerweile als Superfood, ist also ein Nahrungsergänzungsmittel.

Die grünen Getreideblätter, die auch an Gräser erinnern, bevor das Gras zur reifen Gerste wird, werden zu Pulver oder Kapseln verarbeitet. Manchmal bekommt man sogar Gerstensaft. All diese Produkte enthalten auch verarbeitet immer noch viele Nährstoffe.

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Gerstengras ist ein Schutzmittel gegen einige Krebsarten und es soll chronische Darmerkrankungen heilen können. Außerdem beugt es Blutgerinnseln vor, die gegebenenfalls für Schlaganfälle und Herzinfarkte verantwortlich sind. Außerdem schütz es vor einer Übersäuerung im Körper, woran heutzutage die Mehrheit der Menschen leidet, da es ein basisches Lebensmittel ist.

Die unendliche Geschichte

Unendlich mag die Gerste vielleicht nicht sein, aber ihre Geschichte ist zumindest beinahe so alt wie Menschheit, da schon Vorfahren der Pflanze in der Steinzeit gefunden wurden. Die bekannte Geschichte beginnt jedoch lediglich einige Tausend Jahre vor Christus im Vorderen Orient. Auch in der Antike hat man Spuren des Getreides in Ägypten gefunden. Im Mittelalter schwappte die Zucht der Gerste auch nach Europa und galt als Nahrungsmittel für Mensch und Tier. Im 19. Jahrhundert werden erste Aufzeichnungen gefunden, dass Kranke in Europa den Gerstensaft finden, während im östlichen Asien der Tee schon längst verbreitet war.

Die Inhaltsstoffe des Getreides

Das Gerstengras enthält ziemlich viele wichtige Vitamine, Mineralien und noch einen großen Schwung an weiteren Nährstoffen.
Unbestritten sind die wertvollen Vitamine, vor allem Vitamin C, dass in dem Gerstengras mehr enthalten ist, als in einer Orange, und auch Vitamin B1 kann man deutlich hervorheben. Aber auch Vitamin A und E sowie B12 sind in einer nennenswerten Menge vorhanden.

Das wichtige Kalzium, dass hier in höherer Form als in Kuhmilch vorkommt, ist vor allem vorteilhaft für Laktose intolerante Menschen. Auch veganer profitieren hiervon, da sie oft aus Überzeugung keine Milch zu sich nehmen.

Wichtig zu nennen ist auch der Eisengehalt, das Spurenelement Zink, der Farbstoff Chlorophyll, der sich auf die Blutzellenerneuerung auswirkt und die antibakteriellen Flavonoide. Ganz wichtig und gerade in der Forschung sehr interessant ist das Lunasin, das wegen seiner positiven Wirkung auf Krebszellen untersucht wird. Es ist also offensichtlich, dass das Gerstengras viele wichtige Nährstoffe vereint, und das in Mengen, die Spinat, Orangen und Milch wohl eher klein aussehen lassen.

Die Wirkung von Gerstengrassaft

Im Zusammenhang mit dem Gerstengras wird häufig das Übersäuerungsproblem der Menschen genannt. Durch die Ernährung, die oftmals mit zu viel Kaffee und viel zu viel Fleisch heute nicht mehr ganz so nährreich ausfällt, wie es sein sollte, kommt es bei der Mehrheit der Menschen zur Übersäuerung, was zu Sodbrennen und Unwohlsein führen kann. Da das Gerstengras ein basisches Nahrungsmittel ist kann es bei regelmäßiger Einnahme diese Symptome lindern und den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen.

Die Antioxidantien in dem Gerstengras wirken entzündungshemmend. Sie unterstützen das Immunsystem und reduzieren die Infektionsgefahr. Auch Darmerkrankungen mit Symptomen wie Durchfall, Bauchschmerzen und sogar Blutungen kann die Gerste positiv beeinflussen. Es reguliert den Wasserhaushalt des Darms und beruhigt die Darmschleimhaut.

Ebenso hat es einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel und beugt gegen Blutgerinnsel vor, kann somit also vor Herzinfarkten und Schlaganfällen schützen. Außerdem wird dem Gerstengras nachgesagt, dass eine heilende Wirkung bei einigen Krebsarten haben soll. Zur Zeit laufen diesbezüglich viele Untersuchungen. Tatsächlich es allerdings gelungen Hinweise zu finden, dass das Gras tatsächlich krebsfeindlich ist. Auf jeden Fall ist es so gesund, dass sich jeder das Gerstengras zu Nutze machen kann und mit Glück ist die Forschung bald auch noch einen Schritt weiter.