Beschreibung und Name

Der Name kommt aus dem Lateinischen „granatum“, was so viel heißt wie „Kern“, „Samen“. Dieser Name kommt aufgrund der in den Früchten in einer Vielzahl enthaltenen Samen zustande. Der Granatapfel wächst an einem kleinen Baum, welche unglaublich alt werden kann. Er kann zudem eine Höhe von fünf Metern erreichen und bis zu drei Meter breit werden. Die Blütezeit des Granatapfels liegt ist normalerweise im Frühjahr und Sommer.

Granatapfel Frucht und Samen

Die Frucht des Granatapfels ähnelt, wie der Name schon sagt einem Apfel. Die Farbe fängt ganz am Anfang bei grün an und wird dann nachher rot bis rotbraun. Die Frucht enthält im Innern viele Wände, in denen sie bis zu 15 Millimeter große Samen befinden. Die Samen können rot, rosa oder gelblichweiß sein. Es sind um die 400 Samen in einer Frucht enthalten.

Verbreitung

Der Granatapfel ist im westlichen bis mittleren Asiatischen Raum verbreitet. Im Mittelmeerraum und im Nahen Osten werden diese Früchte seit langer Zeit angebaut und gezüchtet. In Indien zum Beispiel wird der Granatapfel als Gewürz genutzt und aus diesem Grund auch angebaut. Es gibt auch Granatapfelarten, die in manchen Regionen in Mitteleuropa wachsen.

Nutzung

Aufgrund der schlechten Konservierungsmöglichkeit von Granatäpfeln ist es bisher nicht ganz übermittelt, wozu Granatäpfel alles genutzt wurden. Es wurden zum Beispiel auf Zypern und in Ägypten Glasgefäße gefunden, die von ihrer Form her, der eines Granatapfels ähnelten. Andererseits wurden in Ägypten Granatäpfel gefunden, die als Grabbeilage eines hohen Beamten dienten. Es gab auch Funde von Steinanhängern in der Form von Granatäpfeln. Diese Funde deuten auf vielerlei Verwendungsmöglichkeiten dieser Frucht hin oder einfach als eine gute Formvorlage für Alltagsgegenstände.

Die Zucht des Granatapfels ist sehr weit verbreitet, aber die Ziele der Zucht sind unterschiedlich. Manche züchten den Granatapfel aufgrund seiner Frucht, manche aufgrund der Blüte. Die Ernte der Früchte erfolgt zwischen September und Dezember. Die Kerne beziehungsweise Samen kann man nach dem Halbieren der Frucht einfach herauslöffeln.

Verwendung des Granatapfels

Granatäpfel werden sehr häufig zu Granatapfelsaft verarbeitet, welcher dann zur Gewinnung von Granatapfelwein benutzt wird. Dieser Wein wird hauptsächlich von Armenien und Israel exportiert. Man kann das Fruchtfleisch, sowie den Saft auch in der Küche gut verwenden. Damit können nämlich vielerlei Gerichte wie Obstsalate oder Fleischgerichte verfeinert werden. Aber die Nutzung von Granatäpfeln beläuft sich nicht nur ausschließlich auf die Verwendung als Lebensmittel. Die Farbe der Schale von Granatäpfeln wurde im Orient genutzt für die Färbung der dort hergestellten Teppiche. Auch in Indien wurde die Schale für solche Zwecke verwendet. In diesem Fall hat man damit aber die Wolle gelblich oder schwarz gefärbt. Durch die Hilfe eines Extraktes aus der Wurzel der Granatäpfel kann zudem auch ein dunkelblauer Farbton erzeugt werden.

Medizinische Nutzung

Im Mittelalter fing man bereits an den Granatapfelbaum als Heilmittel zu nutzen. Damals wurde die Schale gekocht und wie die Wurzel und die Rinde gegen Bandwürmer eingesetzt. Mehreren Studien zufolge soll der Granatapfel auch Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Arthritis haben. Bewiesen ist in der Richtung aber bisher noch nichts. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass der Granatapfel gesund ist, aber nicht beweisbar wirksam bei Krankheiten.