Superfrucht zum Genießen

Die Inka Beere, auch als Physalis Perugini bekannt, ist eine köstliche süß-saure Powerbeere, die im Hochland der Inkas als Grundnahrungsmittel angebaut wurde. Sie wächst aus der Kap Stachelbeere, die zu der Familie der Nachtschattengewächse zählt und als sehr widerstandsfähige Pflanze gilt. Die reife proteinhaltige Frucht ist eine gelb-orangene Beere mit einem Durchmesser von 1-2 cm und wird von einem Lampion artigen Kelch umhüllt. Sie gilt als eine der ‚vergessenen‘ Rassen der Inkas, erlebt nun aber als ‚Superfrucht‘ eine weltweite Wiederentdeckung.

Weshalb Superfrucht?

Wildwachsend auf den mineralienreichen Böden der peruanischen Anden, gehört die Goldbeere heutzutage zu den sogenannten ‚Superfoods‘. Diese sind naturbelassene und vollwertige Nahrungsmittel, die einen Höchstgehalt an spezifischen Nährstoffen enthalten. Da sie eine sehr hohe Lebensenergie, Vitalität und Widerstandskraft besitzen, werden sie beim Anbau von Spritzmitteln und Kunstdüngern verschont. Die meisten dieser „natürlichen Nahrungsergänzungsmittel“ sind wildwachsende Pflanzen und vollbringen bereits schon vor der Ernte Höchstleistungen. Hier kommt auch die Inka Beere als besonderes Lebensmittel zum Vorschein – der Inka Beerenbusch wächst vor allem an Straßen und Randbereichen und behauptet sich somit als äußerst robust und anpassungsfähig. Diese „adaptogenen Qualitäten“ verleiht er auch seinen Früchten und somit auch uns, wenn wir die Beeren essen. Das bedeutet, Inka Beeren können uns dabei helfen, uns an verschiedene Arten von physischem, mentalem und emotionalem Stress anzupassen.

Was macht die Beere so besonders?

In einer Welt, in der wir mit jeglichen Umweltgiften – sei es in der Luft, in Wasser oder sogar auch in der Nahrung – konfrontiert werden, sehnt sich der Mensch zunehmend nach einer gesünderen Lebensweise. Wir haben täglich mit Stress, Zeitmangel und Überforderung zu kämpfen, was uns zu verstehen gibt, dass wir unsere Lebensweise grundlegend verbessern müssen, um diesen täglichen Belastungen entgegentreten zu können. Deshalb lehnen immer mehr Menschen künstliche Nahrungsergänzungsmittel ab und greifen stattdessen lieber auf ursprüngliche und vitaminreiche Nahrung zurück.

Die Inka Beere als wertvoller Nährstofflieferant

Die Powerfrucht gilt als eine der proteinreichsten Früchte mit erstaunlichen 16 % Eiweißgehalt. Das macht sie zu einer einzigartigen Quelle für pflanzliches Eiweiß, welches vor allem für die Muskelgeneration und das Muskelwachstum zuständig ist. Es hilft darüber hinaus, die körperliche Leistung zu optimieren und gesunde Zellen zu erhalten.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Beere ist Vitamin A, welches durch den Körper von Beta-Carotin umgewandelt wurde und die Sehkraft und das Zellwachstum stärkt. Somit wird langfristig auch das Krebsrisiko gesenkt. Auch B-Vitamine kommen nicht zu kurz (einschließlich B1, B2, B6 und B12). Sie sind verantwortlich für das Wachstum von Haut, Haaren und Nägeln, verhindern Hauterkrankungen, stellen rote Blutkörperchen her und halten das zentrale Nervensystem intakt. Weiterhin sorgt Vitamin C für das Stärken unseres Immunsystems und schützt uns vor Viren, was die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden fördert. Inkabeeren bieten ebenfalls einen hohen Gehalt an Bioflavonoiden, auch bekannt als Vitamin P. Sie besitzen krebshemmende, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften. Der Konsum von Vitamin P-reichen Lebensmitteln ist wichtig für die Entgiftung und Nährstoffaufnahme.
Das in den Beeren enthaltene Pektin hilft, den Cholesterinspiegel zu regulieren und den Transport von der Nahrung im Verdauungstrakt zu steuern.

Des Weiteren sorgt eine geringe Menge an Melatonin für die Regulation des Biorhythmus und somit auch für die Förderung eines gesunden Schlafs. Zuallerletzt macht auch Phosphor einen beträchtlichen Anteil der Beere aus: dieser Nährstoff ist elementarer Bestandteil der Knochen und Zähne und hat eine wichtige Rolle in den Prozessen der Energieaufnahme und -speicherung.

Abnehmen leicht gemacht

Die Beere aus der Amazonas-Region schmeckt nicht nur gut, sondern unterstützt uns auch beim Abnehmen. Durch den hohen Eiweißgehalt wird das Muskelwachstum gefördert und somit gleichzeitig das Abnehmen angekurbelt. Reich an Ballaststoffen sind die Samen im Inneren der Inka Beeren. Diesen tragen dazu bei, die Verdauung anzuregen und wirken auch leicht abführend. Das wiederum führt zu einem gesunden Stuhlgang und verhindert den Aufbau schädlicher Giftstoffe.

Die Inka Beere zur Stresslinderung

Da wir häufig selbst nicht wissen, wie wir den täglichen Stress zu bewältigen und ihm entgegenwirken zu haben, werden viele Möglichkeiten angeboten, um diesen zu reduzieren oder gar zu eliminieren. Neben regelmäßiger Bewegung gehört auch ein vernünftiges und geregeltes Essen dazu. Es wurde bewiesen, dass Inka Beeren zur effizienten Stresslinderung beitragen. Wie schon erwähnt, ist die Goldbeere reich an Vitamin B und C. Diese Vitamine wirken dem Stress entgegen und stärken das Immunsystem. Bei einem geschwächten Immunsystem reagieren wir wesentlich empfindlicher auf Belastungen und Stress. Vitamin B hilft darüber hinaus bei der Verbesserung des Gedächtnisses, der Steigerung der Energieeffizienz und bei der Regulierung des Stoffwechsels. Zusätzlich wird den Inka Beeren eine adaptogene Wirkung zugeschrieben, die dem Körper dabei helfen sollen, besser mit Stresssituationen umgehen zu können.

Die gelb-orangenen Früchte, die von der Größe einer Kirschtomate gleichen, haben einen unvergleichlich exotischen Geschmack. Die Balance süß-saurer Aromen macht die Inka Beere zu einem großartigen und köstlichen Snack – egal ob für sich alleine oder in Kombination anderer Zutaten. Sowohl frisch als auch getrocknet zeichnet sie sich durch ihren erfrischenden Geschmack aus und lässt sich auch dementsprechend vielseitig einsetzen.

 

Frisch eigenen sich Physalis entweder als kleiner Snack zwischendurch oder im morgendlichen Müsli. Dem gesunden Smoothie verleihen sie eine exquisit-exotische Note und peppen den Obstsalat ordentlich auf. Wer auf selbstgemachte Marmelade steht, sollte sich unbedingt an einer Inkabeer-/Physalismarmelade ausprobieren. Eignet sich auch wunderbar zum Verschenken. Als Nachtisch kann man die frischen Beeren wunderbar in Kombination mit Schokolade (oder schokoladenbezogen) mit Wein und Käse genießen. Getrocknet schmecken die Inka Beeren exzellent als Zwischenmahlzeit in Kombination mit Nüssen, Kakao oder auch anderen getrockneten Früchten. Sie sind ebenfalls eine perfekte Ergänzung für selbstgemachte Smoothies, Kuchen, Kekse oder Desserts. Auch vegane und vegetarische Rezepte erfreuen sich an den vielen verschiedenen Nährstoffen der Beere. Sie bietet eine Fülle an ernährungsphysiologischen Vorteilen und trägt somit zu einer reichhaltigen und vor allem gesunden Ernährung bei.

Wie kommt die Inka Beere zu uns?

Inka Beeren sind ein uraltes Grundnahrungsmittel und werden nach wie vor teuer in Peru gehandelt. Die Ernte und Trocknung dieser kleinen kostbaren Beeren beansprucht harte und zeitraubende Arbeit – eine Person muss einen ganzen Tag arbeiten, um lediglich 10kg frische Früchte zu säubern und zu verarbeiten. Anschließend werden die Früchte in einen Sonnentrockner gelegt und erst dann wieder herausgenommen, wenn sie das perfekte Maß an Feuchtigkeit erreicht haben. Für 500g getrocknete Beeren benötigt man ca. 3kg frische Früchte. Der ganze Prozess ist einer der Gründe dafür, weshalb Inka Beeren so teuer gehandelt werden.

Wie wird man Inka Beeren-Hobbygärtner?

Die Andenbeere lässt sich wie auch Tomaten relativ leicht kultivieren. Da es sich um nicht ganz preiswerte Früchte handelt, versuchen sich immer mehr Hobbygärtner mit dem Anbau dieser Beeren. Ab Mitte März ist die Beere aus dem Samen zu ziehen, im September kommen die Früchte. Um Stecklinge zu vermehren, müssen sie im Herbst abgeschnitten und umgetopft werden. Im darauffolgenden Februar können dann daraus die Ableger gewonnen werden. Da die Pflanze nicht winterhart ist, muss sie in ein Winterquartier gebracht werden. Das Ernten der ersten Beeren erfolgt dann im Winter, im darauffolgenden Jahr allerdings schon ab Juli.