Eigentlich eine Selbstverständlichkeit

Die Karotte, auch Möhre, oder Mohrrübe genannt, hat ihren Weg von Asien über Südeuropa in unsere Gefilde gefunden, wo sie alle Voraussetzungen hat, um gut zu gedeihen. Karotten sind in den Küchen Mitteleuropas ein sehr gegenwärtiges Gemüse. Das mag auch daran liegen, dass sie so vielfältig verwendbar sind. Schon die Kleinsten lernen es in der Babynahrung kennen, und eigentlich dürfte es hier niemanden geben, der eine Karotte nicht erkennen würde, wenn er eine vor sich hat, doch die sehr präsente Rübe kann beträchtlich mehr als nur gut schmecken! Die Frage, ob man schon einmal einen Hasen mit einer Brille gesehen hätte folgt ja gerne der Behauptung, Karotten wären gut für die Augen. Nun, das sind sie tatsächlich, und noch viel mehr als das.

Volle Möhre

Die orange Farbe verdankt die sehr kalorienarme Karotte dem Gehalt an Carotin. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe des Vitamin A, welches wichtig für unsere Sehfähigkeit ist, besonders für die Fähigkeit auch nachts noch etwas erkennen zu können. Vitamin A ist außerdem wichtig für das Immunsystem und das Wachstum der Zellen. Schon eine einzige mittelgroße Karotte enthält mehr als das Doppelte an Vitamin A, das ein Erwachsener täglich braucht. Karotten enthalten darüber hinaus auch verschiedene B-Vitamine und Vitamin C zur Unterstützung der körperlichen Abwehrkräfte. Dazu gehört auch die Anregung der weißen Blutkörperchen. Vitamin K fördert die Knochengesundheit und die Blutgerinnung.

Zu den Inhaltsstoffen gehören auch verschiedene wichtige Mineralien wie Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium. Kalium weitet die Blutgefäße und senkt die darin enthaltene Spannung. Dadurch wird zwar die Durchblutung verbessert, aber der Blutdruck sinkt und das Herz-Kreislauf-System wird entlastet. Je nachdem, wie man Karotten zubereitet, lässt sich mit ihnen der Blutzuckerspiegel regulieren. Für Diabetiker sind sie daher als Nahrungsmittel sehr interessant.

Die enthaltenen Ballaststoffe senken einerseits den Cholesterinspiegel und fördern andererseits die Verdauung. Neben den vielen gesunden Inhaltsstoffen, die in den Karotten stecken, beinhalten sie außerdem Falcarinol. Diese Substanz steht in Verdacht Krebs bekämpfen zu können. Im Rahmen von Tierversuchen, konnte dies bislang erfreulicherweise bestätigt werden. Weitere Versuchsreihen stehen noch aus. Allerdings finden sich im Internet auch Berichte von Menschen, die behaupten, sie hätten ihre Krebserkrankungen durch die regelmäßige Einnahme von Karottensaft erfolgreich bekämpfen können. In einem Fall sei der Krebs nach acht Monaten verschwunden gewesen!

Wo kommt die Karotte her?

Karotten bekommt man das ganze Jahr über überall dort, wo es Gemüse zu kaufen gibt. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben, wobei das meiste Carotin in den orangefarbenen enthalten ist, die es ja auch am häufigsten zu kaufen gibt. Sie lassen sich hervorragend zu Rohkost verarbeiten, indem man sie klein raspelt. Im Zweifelsfall kann man aber auch einfach so hineinbeißen. Als Beilage ist sie ebenso gut zu gebrauchen, wie als Zutat im Eintopf. Es gibt Karotten auch als Saft zu kaufen. Geschmacklich ist das gewiss nicht jedermanns Sache, aber er ist sehr gesund. Kann man von den wertvollen Inhaltsstoffen der Karotte auch zu viel zu sich nehmen? Nun, man hat ausgerechnet, dass man etwa 400 kg Karotten zu sich nehmen müsste, bevor dieser Fall eintreten würde.