Über mehrere Jahrzehnte hinweg wurde das Kokosöl aufgrund seiner gesättigten Fettsäuren als Krankmacher angesehen. Doch in den letzten Jahren gewinnt es wieder an Beachtung und Bedeutung. Dazu haben Studien und Forschungen beigetragen, die genau das Gegenteil belegen und das Kokosöl in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Es ist ein Multitalent, wirksam gegen eine Vielzahl von Krankheiten, allen voran Herzkrankheiten. Es soll bei Alzheimer helfen und ist neuerdings auch als Schlankmacher bekannt.

Was ist Kokosöl?

Weitere Bezeichnungen für Kokosöl sind Kokusnusöl oder Kokosfett. Ob es nun Öl oder Fett ist hängt lediglich vom Aggregatzustand ab. Kokosöl wird aus dem getrockneten Kernfleisch von Kokosnüssen (Kopra) gewonnen; ist also ein rein pflanzliches Öl. Die Farbe ist weiss bis hellgelb. Es ist flüssig bei ca. 23-26 Grad Celsius, bei geringeren Temperaturen wird es fest. Kokosöl versprüht einen frischen Duft, kann aber zuweilen auch etwas ranzig riechen.

Kokosöl hat viele positive Eigenschaften

Leider sind jedoch viele preisgünstige Öle industriell gehärtet, so dass dann aus den eigentlich guten Fetten Transfettsäuren entstehen. Daher ist es sinnvoll, nur qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen, um wirklich alle Vorteile, die das Kokosöl bietet, genießen zu können. Woran erkenne ich hochwertiges Kokosöl? Beim Kauf von Kokosöl sollten Sie unbedingt auf einige wichtige Kriterien achten. Das Öl sollte vor allem ungebleicht und ungehärtet sein und auch aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Weiterhin sollte es weder desodoriert noch raffiniert sein. So können Sie es pur genießen und z.B. einen Teelöffel Kokosöl einem Becher Joghurt, einem Fitnessdrink oder dem morgendlichen Müsli untermischen. Gesund mit Kokosöl

Superfood Kokosöl

Kokosöl ist eins von den besten Superfoods unserer Zeit überhaupt. Warum das so ist? Kokosöl ist eines der natürlichsten Öle, die uns zur Verfügung stehen. In der Südsee stellen Kokosnüsse ein Grundnahrungsmittel dar. Die Menschen dort ernähren sich seit Jahrhunderten von Kokosnüssen und haben kaum Probleme mit Fettleibigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten oder sonstigen Zivilisationskrankheiten. Nun ist aber bekannt, dass das Kokosöl zu über 90% aus gesättigten Fettsäuren besteht und dass diese gesättigten Fettsäuren gesundheitsschädlich sind und eigentlich genau diese Krankheiten hervorrufen können.

Wieso wird das Kokosöl als Superfood bezeichnet?

Wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass Kokosöl nicht nur gesund ist, sondern darüber hinaus auch als Heilmittel bezeichnet werden kann, da es auch gesund machen kann! Eine Analyse des Kokosöls zeigt, dass das Öl aus verschiedenen Fettsäuren besteht, wobei die Laurinsäure den größten Anteil von ca. 44-52% hat. Laurinsäure ist eine sogenannte mittelkettige Fettsäure. Im Kokosöl werden noch zwei andere mittelkettige Fettsäuren nachgewiesen: die Caprinsäure mit einem Anteil von 6-10% und die Caprylsäure mit 5-9%. Das Kokosöl besteht also zu weit über die Hälfte aus mittelkettigen Fettsäuren.

Was sind mittelkettige Fettsäuren?

Mittelkettige Fettsäuren sind gesättigte Fettsäuren mit einer Kettenlänge von 8-12 C-Atomen (C steht für das chemische Element Kohlenstoff „Carbon“). Die speziellen gesunderhaltendenden Eigenschaften des Kokosöls sind also auf die mittelkettigen Fettsäuren zurückzuführen.

Eigenschaften der mittelkettigen Fettsäuren für den Körper

Die mittelkettigen Triglyceride werden gut vom Körper angenommen, kommen bei der Verdauung ohne die Mitarbeit der Galle aus, sind wasserlöslich und kommen von der Blutbahn direkt in die Leber, wo sie in Energie umgewandelt werden. Weiterhin enthalten mittelkettige Fettsäuren pro Gramm eine Kalorie weniger als andere Fettsäuren. So kann das Kokosöl das Abnehmen unterstützen. Aufgrund dieser genannten Vorzüge kommt man heute zu dem Schluss, dass die Gruppe der mittelkettigen Fettsäuren maßgebend dafür ist, dass Kokosöl als Superfood bezeichnet werden kann.

Kokosöl bietet Schutz gegen Bakterien, Viren und Pilze. Innerlich sowie äußerlich sind die mittelkettigen Fettsäuren verantwortlich für die antivirale, antimicrobielle und antimykotische Wirkung. Die mittelkettige Laurinsäure, die über 50% der in Kokosöl enthaltenen Fettsäuren ausmacht, verwandelt sich im Körper in Monolaurin. Dieses Monolaurin schützt z.B. vor Grippe- und Herpesviren und weitere Viren, die von einer Hülle umgeben sind. Das Monolaurin zerstört die Hülle, wodurch der Virus inaktiviert wird.

 

Die Caprinsäure, die etwa 6-10% der im Kokosöl enthaltenen Fettsäuren ausmacht, wirkt sich ähnlich gesundheitsfördernd auf Mensch und Tier aus wie die Laurinsäure. Es ist besonders wirkungsvoll, wenn es sich im Organismus in Monocaprin umwandelt. Studien zeigen, dass das Monocaprin antibakteriell gegen Chlamydien sowie weitere sexuell transferierbare Bakterien wirkt. Folgende weitere Viren können durch die mittelkettigen Fettsäuren inaktiviert werden: – Masernvirus – Herpes-Simplex-1-Virus (HSV-1) – Vesicular-Stomatitis-Virus (VSV) – HI-Virus – Cytomegalovirus – Visna-Virus

Eine weitere einzigartige Wirkung der mittelkettigen Fettsäuren im Kokosöl ist die Wirksamkeit gegen Pilze. Die Caprin- und die Laurinsäure haben eine zerstörerische Wirkung auf Candida-Pilzstämme im Mundbereich. Das Kokosöl eignet sich damit bestens zum Einsatz gegen äußerliche und innerliche Pilzinfektionen. Studien belegen zudem auch, dass die mittelkettigen Fettsäuren keine zerstörerische Wirkung auf erwünschte Bakterien im Körper, wie z.B. die Darmbakterien haben. Wirkung des Kokosöls auf Herz-/Kreislauferkrankungen.

Es wurden ebenfalls verschiedene Studien durchgeführt, ob oder inwieweit Kokosöl Herz-/Kreislauferkrankungen begünstigt. Man fand dabei heraus, dass das Kokosöl die Anfälligkeit für koronare Erkrankungen eher reduziert und, wenn es mit anderen Fetten, wie z.B. der Linolsäure angereichert wird, in Bezug auf die Entstehung der Arteriosklerose als ein neutrales Fett anzusehen ist. Auf dem Symposium on Coconut and Coconut Oil in Human Nutrition in Indien wurde darüber informiert, dass bei einer Untersuchung an Freiwilligen keine bemerkenswerte Veränderung aller Cholesterinwerte (Gesamtcholesterin, HDL- & LDL-Cholesterin etc.) durch Kokosölkonsum festgestellt werden konnte. Zahlreiche Untersuchungen, Forschungen und Studien machen nun deutlich, dass gesättigte Fettsäuren keinen Bezug zu Herzkrankheiten oder anderen Gesundheitsproblemen haben.

Im Gegenteil, die gesättigten Fettsäuren im Kokosöl haben sogar einen positiven Einfluss auf die gesamte Gesundheit des Menschen. Im Umkehrschluss kann man dann sogar sagen, dass die Empfehlung, auf Kokosöl wegen den bekannten gesättigten Fettsäuren zu verzichten, dazu beigetragen hat, dass Herzerkrankungen sowie Demenz in der Bevölkerung insgesamt zugenommen haben. Bedeutung des Kokosöls bei Krebs Bei Krebs ist Kokosöl auch äußerst hilfreich, da es entzündungshemmend wirkt, den oft ausgemergelten Körper mit leicht verdaulichen Kalorien versorgt und das Immunsystem durch seine antimikrobielle Wirkung schont.

Wirkung des Kokosöls bei Demenz

Weitere Studien bezeugen, dass Kokosöl auch die Entwicklung von Alzheimer verlangsamen oder sogar die Symptome verbessern kann, wie durch das sehr bekannte Fallbeispiel von Steve Newport bestätigt wurde. Allgemein und abschließend zu der Frage, ob Kokosöl wirklich ein Superfood ist, sei noch gesagt, dass die einfachsten und lang bekanntesten Mittel meistens auch die besten sind. Das Kokosöl stellt dafür den Beweis auf, denn es ist seit Jahrhunderten bekannt und bei den Naturvölkern ein Hauptbestandteil der täglichen Nahrung.

Verwendung von Kokosöl

In der Küche Zuhause verwenden wir es in der Küche und für die Körperpflege. Es ist auf beiden Gebieten vielseitig einsetzbar. Es eignet sich besonders gut zum Braten, Kochen und Backen und durch seine Hitzebeständigkeit auch sogar zum Frittieren. Der Rauchpunkt liegt bei 234 Grad. Der Rauchpunkt legt genau die Temperatur fest, ab wann ein Öl anfängt zu verbrennen. Da dieser Rauchpunkt beim Kokosöl besonders hoch liegt, kommt es nicht zur Transfettsäurebildung. Bei anderen Ölen, die z.B. ungesättigte Fettsäuren enthalten, können beim Erhitzen Transfettsäuren entstehen und somit unsere Gesundheit beeinträchtigen.

Kokosöl ist in der asiatischen Küche wie z.B. für Curries, Suppen und Soßen unentbehrlich. Durch seinen großen Anteil an nachweisbar positiven Wirkungen auf unsere Gesundheit und unseren Körper sollte es täglich verwendet werden. Ebenfalls hat es einen etwas geringeren Kalorienanteil gegenüber anderen Ölen. Die im Kokosöl enthaltenen mittelkettigen Fettsäuren oder Triglyceriden stellen eine Energiequelle für unser Gehirn da. Weiterhin kann unser Körper die gesättigten Fettsäuren über die Blutbahn direkt aufnehmen und in Energie umwandeln.

Daher ist dieses Fett auch für Sportler von erhöhter Bedeutung, da es beim Training genutzt werden kann und sich nicht als überflüssige Kalorien in Fettpölsterchen absetzt. Die Wirkung von Kokosöl lässt jedoch ein wenig auf sich warten; erst nach einiger Zeit und konsequenter Einnahme kann eine Leistungssteigerung beim Sport verzeichnet werden. Rezeptvorschläge Hier ein paar Ideen, wie sich Kokosöl gut einsetzen lässt. Beim Backen kann man Butter oder Margarine durch Kokosfett ersetzen.

Ebenfalls kann man sehr gut Pfannkuchen damit backen. Man kann sich auch eine super leckere und frische Marmelade mit verschiedenen Früchten herstellen: Beeren/Pflaumen, etwas Kokosmuss, vermischt mit etwas Zitronensaft ergeben im Mixer eine herrliche Marmelade, die sich im Kühlschrank einige Tage lang hält.

Wunderbar lässt sich auch Popcorn mit Kokosöl zubereiten. Erhitzen Sie dazu ca. 3 EL Kokosöl in einem Topf. Dann mischen Sie eine halbe Tasse Popkorn-Mais mit 2 EL Kokosblütenzucker und geben die Mischung in den Topf. Rühren Sie einmal schnell um und verschließen Sie den Topf. Schütteln Sie den Topf ein paarmal, damit alles gleichmäßig aufpoppen kann. Wenn die Geräusche im Topf verstummen, schütten Sie den Mais in eine Schüssel zum Lüften, damit das Popcorn kross bleibt. Im Kosmetikbereich Für kosmetische Zwecke lässt sich das Kokosfett problemlos zwischen den Handflächen erwärmen und auf Haut und Haar verteilen.

Kokosöl hat viele positive Eigenschaften

  • schenkt samtweiche Haut und wirkt entspannend
  • es hilft bei unreiner Haut
  • wirkt antibakteriell
  • bietet Schutz vor Bakterien, Keimen etc.
  • spendet Feuchtigkeit
  • reguliert den Säure-Basen-Haushalt der Haut
  • vermindert Fältchen
  • bekämpft wirksam Herpes und Cellulite
  • verleiht frischen Teint
  • ist Basis für Massageöle
  • als Badezusatz

Die positiven Eigenschaften für Haut und Haare gehen auf die Laurinsäure zurück, deren Anteil sonst in keinem anderen Kosmetikprodukt, auch wenn es noch so kostspielig ist, so hoch ist wie im Kokosöl.