Wer Kürbis hört, denkt meist sofort an Herbst, bunte Blätter und Halloween. Gerade jetzt, da es draußen langsam kälter wird, sich die Blätter verfärben und der Feiertag der Hexen immer näher kommt. Vielleicht erinnern sich auch noch einige an Cinderella und die wunderschöne Kutsche, welche die gute Fee aus einem Kürbis zaubert. Aber wer denkt an die Kerne und die heilende Wirkung dieser? Wohl kaum einer.

Der Kürbis

Es gibt viele unterschiedliche Kürbisse. Vom großen orange runden, bis hin zu einem kleinen, ovalen, der eher schwarzbraun aussieht und somit nicht ganz so appetitlich wirkt. Sie haben jedoch gemeinsam, dass sie gesund sind. Das Kürbisfleisch, die Kerne und das Öl enthalten zusammen, Wasser, Kalium, Vitamine, Ballaststoffe und weitere Nährstoffe. Viele Arten werden für die Arznei genutzt.

Was können Kürbiskerne?

Kürbiskerne, auch Kürbissamen genannt, sollten deswegen mehr Beachtung bekommen, weil sie sehr gesund sind. Sie enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, Vitamine, Hormone und Mineralstoffe. Am wichtigsten sind allerdings die Phytosterine. Dies sind bioaktive Inhaltsstoffe, die eine gute Vorbeugung gegen Blasen- und Prostatabeschwerden sind. Nicht nur können sie vorbeugend gegen Prostatabeschwerden wirken, sie können einige kleine Vergrößerungen sogar rückgängig machen. Die Inhaltsstoffe kräftigen die Muskeln der Blasen und reinigen diese vollkommen, sodass alle Bakterien rausgespült werden. Sie wirken auch senkend auf den Cholesterinspiegel und können Hautprobleme lindern. Der hohe Gehalt an Fettsäuren ist außerdem ein Schutz gegen Herzinfarkt.

Die dunklen Kerne werden sogar zur Behandlung gegen Bandwürmer eingesetzt. Die Enzyme, welche Kerne beinhalten, gleichen Fehlfunktionen im Körper aus. Durch die hohe Wirkung der Vitamine, ist der Körper fähig Radikale, also gefährliche Stoffe abzuwehren, was somit wichtig zur Krebsvorbeugung ist. Allgemein haben Kürbiskerne einen positiven Effekt auf die Gesundheit.

Das Kürbiskernöl

Aus den Kürbiskernen kann auch noch Öl gewonnen werden, was nicht an dem Nährstoffreichtum verliert. Es enthält ebenfalls Fettsäuren, Vitamine, Enzyme und Ballaststoffe. Das Öl kann durch die Freisetzung der Carotinoide und Porphyrine die Haut vor der Sonne und Umwelteinflüssen schützen. Gleichzeitig hat es aber die gleiche Wirkung wie auch die Kerne.

Der Verzehr der dunklen Kerne

Die Kürbiskerne sollten regelmäßig gegessen werden, sprich eine kleine Ration pro Tag. Sie enthalten zwar sehr viele Kalorien und beinhalten einige Gramm Kohlenhydrate. In kleinen Mengen ist dies aber gesund. Die Kerne können leicht geröstet oder roh gegessen werden, ohne dass sie ihre gesunde Wirkung verlieren. Im Salat, Müsli oder Gemüse kann man den Geschmack, den vielleicht nicht jeder angenehm findet, ein wenig kaschieren.

Nebenwirkungen

Kürbiskerne sind allgemein sehr gut verträglich. Sie können somit dauerhaft angewendet werden, ohne eine Kur zu unterbrechen und auf gewisse zeitliche Pausen zu achten. Als Nebeneffekt können, wie bei Nüssen und Mandeln auch, Blähungen auftreten.

Wichtiges

Zu beachten ist, dass man die Naturheilkunde gerne nutzen kann. Man sollte jedoch nicht davon ausgehen, dass Kürbiskerne Prostatakrebs oder andere Krankheiten heilen. Eine ärztliche Behandlung sollte man deswegen nie auslassen.

Handel

Kürbiskerne bekommt man überall. Im Netz, in Reformhäuser, in Biomärkten. Selbst beim Becker. Auch bei den sogenannten Kürbiskernbrötchen handelt es sich um echte Kürbiskerne. Auch das Öl ist überall erhältlich. Zur Herbstzeit kann man auch komplette Kürbisse in Supermärkten und Gartenzentren bekommen.