Herkunft

Die Kumquat ist eine exotische Frucht und hat ihre Heimat im südöstlichen China. Seit einiger Zeit erfolgt der Anbau aber auch in Amerika und Afrika. Selbst in heißen Gegenden Südeuropas, wie beispielsweise den griechischen Inseln, sind Kumquats anzutreffen. Die Kumquat gehört zu den Rautengewächsen und hat eine enge Verwandtschaft mit Zitrusfrüchten. Sie wird auch Cumquat, Japanische Orange, Goldorange, Miniorange, Zwergorange oder Zwergpomeranze genannt.

Ihr biologischer Name ist „Fortunella Margarita“. Geerntet wird im Herbst und Winter. Kumquats sind langsam wachsende Bäume bzw. Sträucher, die eine maximale Höhe von 4,5 Metern erreichen. Jährlich kann die Kumquat einige hundert oder sogar mehrere tausend Früchte produzieren. Das Astwerk ist dicht verzweigt und hat zuweilen kleine Dornen. Die weißen, drei Zentimeter großen Blüten riechen sehr angenehm. Die Blätter sind ungefähr fünf Zentimeter lang, in einem dunkelgrünen und glänzenden Ton.

Die Früchte sind oval oder eiförmig und maximal fünf Zentimeter lang. Sie haben eine dünne Schale mit feinen Poren. Die Farbskala der Früchte geht von goldgelb bis hin zu dunklen orange Tönen. Grünliche Früchte sind unreif. Die Schale sollte keine Flecken oder Dellen aufweisen, sondern fest sein. Die Kumquat ist in fünf bis sechs Segmente unterteilt. Das Innere der Frucht selber hat einen Süßsauren Geschmack, die Schale schmeckt eher herbe, in etwa so wie Orangeat. Die Kerne sind ebenfalls essbar, können aber leicht bitter schmecken.

Die Kumquat in unseren Breitengraden

Da sie nicht winterhart ist, wird die Kumquat für unsere Breiten als Kübelpflanze kleinwüchsig kultiviert damit sie in den Wintermonaten an einen warmen Platz gebracht werden kann. Die Kumquat braucht einen sonnigen Standort um optimal zu gedeihen. Wintergärten liefern hierfür die besten Bedingungen. In den Sommermonaten kann und sollte sie dann wieder auf der Terrasse oder auf dem Balkon stehen. Die Kübelpflanze ist von April bis September in Gärtnereien und Pflanzenmärkten verfügbar. Die Früchte sollte man erst im zweiten Jahr verzehren.

Inhaltsstoffe und Auswirkungen auf die Gesundheit

Der Vitamin C Gehalt der Kumquats ist doppelt so hoch wie bei Orangen. Von dieser Tatsache profitiert unser Immunsystem. Zudem haben sie einen hohen Anteil an den Vitaminen der B Gruppe, Magnesium, Eisen, Phosphor, Kalium und Kalzium. Sie verfügen über eine entwässernde Wirkung und Untersuchungen zufolge sollen sie bei Husten sowie Verdauungsproblem Abhilfe schaffen.

Wozu passen Kumquats?

Kumquats kann man mit allen Gerichten kombinieren, in denen sonst Orangen zum Einsatz kommen. Sie bringen in Scheiben geschnitten eine fruchtige Abwechslung in Salate. Besonders bittere Salate, wie Endivien oder Rucola kann man mit Kumquat bestens ergänzen. Die Früchte passen hervorragend zu Geflügel- und Lammgerichten. Dazu sollte man sie ungefähr 30 Minuten vor Ende der Garzeit dem Gericht hinzugeben. Selbstverständlich kann man sie zu leckerer Marmelade verarbeiten, sie machen sich besonders gut zu (Vanille-)Eis und geben dem Obstsalat eine exquisite Note.

Kumquats eignen sich ebenfalls zur essbaren Dekoration von Torten, Süßspeisen und exotischen Drinks. Aber vor allem sollte man sie auch pur und roh essen, um in den Genuss des einzigartigen Geschmacks zu kommen. Dazu sollte man sie unter fließend warmem Wasser abwaschen, um Schmutz oder eventuelle Rückstände zu entfernen. Anschließend kann man sie zwischen den Handflächen reiben, wodurch sich das süßliche Aroma der Schale intensivieren lässt. Auch wird die Schale dadurch weicher. Kumquats werden, ins Eisfach gelegt, zu tollen Eiswürfeln der besonderen Art und ein Highlight für jede Party. Bei Lagerung im Kühlschrank lassen sich Kumquats bis zu zwei Wochen aufbewahren.