Pulver, grüner Tee

Intensiv grün und ein lieblich-süßer Geschmack – das ist Matcha Tee. Vielleicht auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig, aber dafür erfreut er sich auch in Deutschland immer mehr an Beliebtheit – und das nicht ohne Grund. Er gilt als Munter- und Schlankmacher und soll bei regelmäßigem Genuss dabei helfen, Krankheiten vorzubeugen. Doch was genau ist das Geheimnis des grünen Pulvers? Was macht den Tee so besonders und wieso so ein Hype um eine Teesorte?

Japan vom Feinsten

Matcha steht für „gemahlener Tee“ und ist ein zu feinstem vermahlener Grüntee, der in Japan seinen Ursprung hat. Er wurde schon vor über 800 Jahren von buddhistischen Mönchen als eine Art Meditationsgetränk konsumiert und gilt auch heute noch in Japan als eine der exquisitesten und seltensten Teesorten. Nur ein Dutzend Teebauern kennen die hohe Kunst der Herstellung dieser Teesorte. Die Matcha Teeblätter wachsen in Schattenplantagen heran und werden vier Wochen vor der Ernte mit Netzen oder Bambusmatten abgedeckt. Da die Blätter kein Sonnenlicht mehr abbekommen, wird mehr Chlorophyll produziert.

Durch das Chlorophyll erhalten sie ihre typisch giftgrüne Farbe und ihren leicht süßlichen Geschmack. Nach der Ernte werden die Teeblätter gedämpft, getrocknet und von Blattrippen und Strunk getrennt. Nur das wertvolle Blattgewebe wird anschließend zu feinem, grünem Teepulver vermahlen.

Um ihn endlich trinken zu können, werden 1 bis 2 Gramm Pulver mit heißem Wasser übergossen und einem Bambusbesen, dem „Chasen“, aufgeschlagen. Heraus kommt ein einzigartiger, köstlicher und gehaltvoller Grüntee – unser Matcha Tee. Aufgrund der aufwendigen Produktion, wird der echte, gehaltvolle Tee in manchen Teehäusern auch teuer verkauft.

Der vitalisierende Wachmacher

Wer Matcha trinkt, nimmt kein Extrakt zu sich, sondern kommt in den Genuss des ganzen pulverisierten Teeblatts mit all seinen wertvollen Inhaltsstoffen. Das enthaltene Koffein wird langsamer als bei Kaffee aufgenommen. Es wird erst im Darm freigesetzt, dafür hält der belebende Energiekick umso länger an und sorgt für einen wachen Geist und mehr Konzentration. Darüber hinaus regt der Koffeingehalt unseren Stoffwechsel und unsere Herztätigkeit an, was wiederum die körperliche Fitness und den Fettabbau begünstigt. Des Weiteren enthält Matcha auch Aminosäuren wie z.B. L-Thanin. Es soll beruhigend und ausgleichend auf unseren Körper wirken.

Matcha Tee – ein Heilmittel für Krankheiten?

Studien besagen, dass Matcha Tee das Antioxidans Epigallocatechingallat, kurz EGCG, beinhaltet. Ihm wird eine ganze Reihe von positiven Wirkungen nachgesagt. Es wirkt entzündungshemmend und soll auch das Tumorwachstum verringern. Auch in der Alzheimer Forschung laufen Studien zu EGCG. Man hofft, dass sie Substanz aus dem Grüntee die Erkrankung schon in einem frühen Stadium verhindern könnte. Nichtsdestotrotz sind es bisher nur Studien und keine Fakten. Man kann allerdings mit Sicherheit sagen, dass uns der Tee auf eine natürliche und gesunde Weise wach und leistungsfähig macht und uns im Ganzen eine wohltuende Wirkung verleiht. Er schmeckt obendrein hervorragend und steigert die Lebensqualität – nicht umsonst haben ihn die Mönche schon vor langer Zeit den „Trank der Unsterblichkeit“ genannt.

Verwendung in der Küche

Nicht nur als Tee behauptet sich Matcha, das Teepulver verleiht auch Cocktails, Smoothies und Limonaden eine köstliche Note. Dank seines einzigartigen Aromas, wird das Pulver auch gerne beim Kochen und Backen verwendet – sowohl in Desserts als auch in salzigen Gerichten. So kann man es in Kombination mit Joghurt verzehren, als Eiscreme, in Schokolade, in Sorbets oder sogar in Form von Macarons.

Achtung beim Kauf

Da es sich bei immer beliebter werdenden Produkten leider auch häufig um Schwindel handelt, sollte man genau darauf achten, was man kauft und wo man es kauft. Die Produktion des echten Matcha-Tees findet ausschließlich in Japan statt. Häufig sind Matcha Produkte nur „gestreckt“ und somit nicht mit dem Geschmack und den Inhaltsstoffen des echten Matcha Tees zu vergleichen. Ein Bio-Siegel auf der Verpackung zeugt meistens von seiner Herkunft. Kauft man ihn in einem Reform- oder Teehaus, ist man meist auch auf der sicheren Seite.