Vorkommen und Bedeutung

Von weltweit geschätzten 140000 Pilzarten sind etwa 200 genießbar. Die Vielfalt der Pilze mit vielen verschiedenen Geschmäckern kommt durch die Holzarten, auf denen sie wachsen und durch die Herkunft Beziehungsweise das Klima. Pilze sind eine gute Quelle für Vitamin B und essentielle Mineralien. Sie sind kalorienarm, enthalten wenig Kohlenhydrate, sind fettarm und bestehen zu 90 Prozent aus Wasser. Circa 100 Pilzarten sind dafür bekannt, eine potentielle gesundheitliche Wirkung zu haben. Der Matsutake, auf Deutsch auch Krokodilsritterling genannt, gehört dazu.

Der Kieferpilz Matsutake ist nicht nur der teuerste und seltenste essbare Pilz der Welt, sondern auch allgemein mit teilweise bis zu 2500 Euro pro Kilogramm eines der teuersten Lebensmittel überhaupt. In Japan ist er seit schon circa 1000 Jahren als Speisepilz bekannt. Dort ist es traditionell seine Wertschätzung gegenüber anderen Personen mit Pilzgeschenken zu zeigen. Bekommt man einen Matsutake, dann ist das eine sehr ehrenhafte Gabe.
Er ist braun oder weiß und, seine Teilhülle ist wollartig, recht dick und fleischig. Sein Geruch ist einzigartig sein Geschmack erinnert an Zimt. Er wächst in einem Materialgemisch aus abgestorbenen Pflanzenmaterialien, kleinen Ästen und Blättern in einigen Wäldern Asiens, hauptsächlich in Japan, Korea und China, kommt aber auch in Schweden und Finnland vor.

Der Matsutake bevorzugt anscheinend kein bestimmtes Klima und ist sehr robust. Am häufigsten wächst er unter Kiefern und Tannen, aber auch unter Laubhölzern wie Eichen. Der Matsutake sprießt nur im August und September und ist außerdem ein reiner Waldpilz (nicht zu züchten). Aus diesen Gründen ist er limitiert und so wertvoll. Die Pilze sollten auch möglichst schnell nach dem Kauf verwertet werden und sind etwa nur zwei Tage im Kühlschrank haltbar. Zubereitet wird der Matsutake oft als Pilzgericht oder Suppenzutat. Auch gegrillt lässt er sich verspeisen.

Wirkung von Matsutake

In Japan wird von diesem Pilz eine gesundheitsfördernde Wirkung behauptet. Die zahlreichen Proteine, Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Antioxidantien sollen vor Krankheiten und Infekten schützen. Matsutake sollen sehr gut für Diabetiker geeignet sein, da sie helfen, Zucker und Stärke in der Nahrung abzubauen. Sie enthalten viel Wasser, Ballaststoffe, Enzyme und Insulin, sowie Mineralien und viele Vitamine. Auch bestimmte Verbindungen, die in ihm enthalten sind, helfen dabei, dass die Leber, Bauchspeicheldrüse und andere endokrine Düsen richtig funktionieren.

Die Pilze enthalten Antibiotika, die den Diabetikern vor schmerzhaften und eventuell lebensbedrohlichen Infektionen schützen kann. Bei der Verhinderung von Brust- und Prostatakrebs sind Matsutake durch Beta-Glucane und Liolsäure sehr wirksam. Auch das Immunsystem soll durch Ergothionein, das in den Pilzen enthalten ist, gestärkt werden. Als Kalziumlieferant ist der Matsutake ein wichtiger Nährstoff für die Knochen. Als Eisenquelle dient der Matsutake anämischen Patienten mit Eisenmangel, der sich durch Kopfschmerzen, Müdigkeit und Verdauungsstörungen äußert. 90 Prozent von dem im Matsutake enthaltenen Eisen können vom menschlichen Körper aufgenommen werden.

Matsutake in Deutschland

Auch in Deutschland kann man den Matsutake bestellen. Aber es ist Vorsicht geboten. Der teure Wunderpilz sollte nur frisch verzehrt werden. Es sollten auf jeden Fall Geruch, Aussehen und Konsistenz überprüft werden. Wenn man ihn zubereiten will, sollte man ihn davor auf gar keinen Fall waschen und ihn nur mit den Händen (nicht mit dem Messer) zerrupfen.