Herkunft und Bezeichnungen

Moringa gehört zu den Bennussgewächsen. Der botanische Name ist „Moringa Oleifera“ und sein Ursprung ist der Himalaya in Nordwestindien. Moringa wird auch als „Trommelstockbaum“ bezeichnet aufgrund seiner langen, bohnenartigen Früchte, die an Trommelschlägel erinnern. Dann ist er als „Baum der Unsterblichkeit“ bekannt, weil er selbst großer und langanhaltender Trockenheit trotzt, keine Ansprüche an den Boden stellt und praktisch überall gedeiht. Wegen seines hohen Gehalts an Nährstoffen in den Blättern und auch weil fast alle Teile des Baums genießbar oder zumindest nutzbar sind, hat er ehrenhalber auch den Namen „Wunderbaum“ erhalten. Moringa ist eine bedeutende Nahrungsquelle und wird überdies auch in der Medizin verwendet. In Indien glaubt man, dass er gegen 300 Krankheiten helfen kann.

Superfood Moringa

Bereits kleine Mengen Moringa stellen ein Superfood dar, da dies eine Pflanze ist, die dem Menschen fast alles an Nahrung bringt, was lebenswichtig ist und zwar in ausgewogenen Anteilen. Nutzen der einzelnen Bestandteile des Moringa Baums:

Blätter

Die Blätter sind 1-2 cm groß. Der Eiweißgehalt liegt bei 30%. Der Baum wächst eigentlich dort, wo er am nötigsten gebraucht wird, nämlich in den Entwicklungsländern Asiens, Südamerikas und Afrikas. Es werden die frischen und getrockneten Blätter gegessen und zwar in roher Form, gekocht, gebraten, gebacken oder gedünstet. Bei uns in Europa bekommt man Moringa als Nahrungsmittel in pulverisierter Form oder in Form von Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel.

Blattpulver

Das Pulver wird in einem Trocknungsprozess der Blätter hergestellt. Es hat einen hohen Anteil an Antioxidantien, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Es enthält Vitamin A, eine ganze Reihe der B-Vitamine, die Vitamine C, D, E und K sowie Bor, Eisen, Kalium, Kalzium, Silicium, Zink. Weiterhin enthält Moringa Zeatin, ein,Jungbrunnenhormon“ in reichlicher Menge.

Moringa Früchte

Die Früchte des Baums sind grün und ca. 25- 75 cm lang. In den Herkunftsländern werden sie als Gemüse gekocht, gedünstet oder gedämpft und schmecken so ähnlich wie Spargel. Die Früchte haben in etwa soviel Protein wie Bohnen und soviel Mineralien und Spurenelemente aufzuweisen wie Hirse.

Moringa Blüten

Da der Baum steht das ganze Jahr über in Blüte. Die Moringa Blüten werden gerne zur Teeherstellung verwendet, aber auch Nektar und, mithilfe von Bienen, wird selbst Honig hergestellt. Die Blüten eigenen sich auch hervorragend als Salatzugabe. Medizinisch gesehen gelten Erzeugnisse aus Moringa Blüten als Entzündungshemmer und haben eine kräftigenden, stimmungsverbessernden und stimulierenden Effekt.

Moringa Samen

Die in den Früchten enthaltenen Samen kann man in roher, gekochter oder gerösteter Form genießen. Jedoch genießen die Samen eine besonders große und wichtige Bedeutung. Sie können Keime im Wasser abtöten und werden daher zur Wasserdesinfektion in den Entwicklungsländern verwendet. Die in den Samen enthaltenen Stoffe haben eine antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung. Bei Gelenkbeschwerden kommen ebenfalls Produkte aus Moringa Samen zum Einsatz. Darüber hinaus werden Moringa Samen auch in der Kosmetik und in der Haut- und Haarpflege genutzt. In der Hauptpflege bedient man sich des Vorteils der Samen, dass diese positiv geladen sind und einen abstoßenden Effekt auf schädliche Umweltstoffe wie Staub, Abgase, Rauch, Pollen etc. haben.

Samenöl Moringa

Das kaltgepresste Öl vom Moringa Baum enthält einen hohen Anteil an Omega-3 bzw. Omega-6 Fettsäuren. Der Anteil ungesättigter Fettsäuren liegt bei 78 %. Das Öl schmeckt leicht nussig-würzig und eignet sich zum Kochen und Braten sowie zur Salatzubereitung. Durch seinen hohen Rauchpunkt von über 220 Grad ist es auch bestens zum Frittieren geeignet. Das Öl ist auch unter dem Namen Behenöl oder Benöl bekannt. Es wird seit dem Altertum verwendet und ist fester Bestandteil der jahrtausendealten indischen Medizin Ayurveda. Bei Gelenkschmerzen hilft die Einreibung mit Moringa Öl.