Herkunft und Aussehen

Die Noni wächst an einem weißblühenden Laubbaum und hat ihre Heimat in Queensland (Australien). Mittlerweile hat sie sich auch nach Westindien, Madagaskar, Hawai und in die Küstengebiete Mittelamerikas ausgebreitet. Der Baum ist auch als Indischer Maulbeerbaum bekannt. Die Noni hat in etwa die Größe eines Hühnereis, ist gelblich-grün und hat eine unebene Oberfläche. Das Innere der Frucht hat ein cremefarbenes Fruchtfleisch, wo sich eine Vielzahl von Samen befinden.

Superfood Noni

Bei den Einheimischen wurden die Blätter schon gegen entzündete Wunden eingesetzt. In der Karibik ist man von der heilenden Wirkung der Noni seit Jahrtausenden überzeugt. In Polynesien ist die Noni Bestandteil der traditionellen Nahrung. Sie schmeckt etwas faulig oder auch wie ranziger Käse. Sie enthält viele Nährstoffe, Mineralien, Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Weiterhin wird ihr nachgesagt, das allgemeine Wohlbefinden zu stärken und sogar für ein starkes Immunsystem zu sorgen. Der Saft enthält 60 unterschiedliche Vitalstoffe, wie Aminosäuren, Fettsäure und Enzyme. Calcium, Kalium, Eisen, Kupfer und Magnesium sind ebenfalls reichlich in der Noni zu finden. Die Kombinationen und Anteile all dieser Inhaltsstoffe lässt auf eine gesundheitsfördernde Wirkung schließen.

Trotz des etwas gewöhnungsbedürftigen Geschmacks lassen sich aber durchaus wohlschmeckende und fruchtige Säfte oder Smoothies mit der Frucht herstellen. Gute Kombinationen erzielt man mit Orangen und/oder Ananas. Wer den Geschmack nicht mag, kann auch Noni in Form von Kapseln erwerben und kommt so in den Genuss der vielen Vorzüge der Frucht ohne den Geschmack ertragen zu müssen.

Noni aus medizinischer Sicht

Die Anhänger des Noni-Saftes sprechen von einem Wirkstoff „Xeronin“, dem sie viele gesundheitsfördernde und sogar heilende Effekte zuschreiben. Der Wirkungsbereich soll Diabetes, Arthritis, Übergewicht, Depressionen und sogar Krebs umfassen. Dieser Wirkstoff ist wissenschaftlich jedoch nicht bekannt und konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Um Krankheiten mit Noni-Produkten behandeln zu dürfen, müssen die Produkte als Arzneimittel zugelassen sein. Da jedoch die angeblichen Wirkungen wissenschaftlich nicht belegt werden konnten, gibt es bislang keine Zulassung als Arzneimittel. Es darf nicht mit speziellen gesundheitsfördernden Wirkungen von Noni-Saft geworben werden und Aussagen über heilende Wirkungen sind in der Europäischen Union verboten.

Rechtliche Hintergründe zu den Noni Produkten

In den letzten Jahren wurde die Noni als Superfrucht mehrfach diskutiert und die Vorzüge des neuartigen Lebensmittels in Frage gestellt. Deshalb sind Noni-Produkte erst seit ein paar Jahren im europäischen Raum erhältlich. Im Jahre 2001 wurde Noni-Saft vorläufig verboten, da er keine eindeutige Wirksamkeit aufweisen konnte. Im Jahre 2003 wurde der Noni-Saft von der Europäischen Kommission erlaubt unter der Prämisse, dass das Getränk pasteurisiert ist und keine Werbung für gesundheitsfördernde Wirkungen gemacht werden.
In den Jahren 2008 bis 2010 wurden auch Noni-Blätter und Noni-Pürree sowie Noni-Konzentrat zugelassen.

Fazit

Leider gibt es noch erhebliche Uneinigkeiten unter den Forschern und Experten hinsichtlich der Wirksamkeit im gesundheitlichen Bereich. Einerseits wird die Frucht als wahres Wunder der Natur angesehen, die sogar auf verschiedene Arten der Krebserkrankung präventiv wirken und das Abnehmen leichter machen soll. Andererseits gibt es zu wenig Studien, die wirklich überzeugend sind. Aus diesem Grund sollte die Noni vorerst als zusätzlicher Lieferant von Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen für den eigenen Haushalt angesehen werden. Von heilenden Wirkungen sollte man nicht ausgehen.