Bei Oregano denkt wohl jeder sofort an Pizza. Vielleicht auch noch an eine mediterrane Tomatensauce, die es zu leckeren Pasta gibt. Es ist also ein Gewürz, soviel wissen die meisten. Und wie die meisten Gewürze stammt es von einer Pflanze, der Familie der Lippenblütler. Tatsächlich handelt es sich bei Oregano aber keinesfalls nur um ein Gewürz, das man auf Pizza verteilt. Es ist auch eine bewährte Heilpflanze, der nachgesagt wird, dass sie ein natürliches Antibiotikum ist. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum, ist nun aber weltweit in warmen Gebieten zu finden. Sehr interessant ist, dass die Pflanze nie von Krankheiten oder Schädlingen befallen wird. Im Gegenteil, sie hält sogar im Sommer alle Insekten fern.

Hexenkraut und Dämonenvertreiber

Das, die Pflanzengattung zu dem Oregano zählt, war im Mittelalter als Hexenabwehrpflanze angesehen. Sie sollte die Beziehung zwischen Hexe und Teufel lösen. Durch diesen Glauben entstand auch die Sage, dass es das Kraut sei, das Kummer verschwinden ließ. Durch Aberglauben wurde Oregano vor Hochzeiten in den Brautschuh gelegt, um böse Mächte von der Braut und der Hochzeit fernzuhalten. Doch bereits in der Antike wurde Oregano verbrannt, um Dämonen von einem fernzuhalten.

Die Inhaltsstoffe der Pflanze und seine Wirkung

Oregano enthält ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe und Vitamin C. Dies sind auch die Inhaltsstoffe, die arzneilich wirken. Durch die Öle wird Oregano oftmals bei Atemwegserkrankungen eingesetzt und wirkt im Mund und Rachenraum entzündungshemmend. Doch auch bei Magen-Darm-Beschwerden wird Oregano eingesetzt, vor allem wenn es um den Magen, den Darm, der Leber und die Galle geht. Wie bereits erwähnt wird Oregano nie von Schädlingen befallen. Dies ist ein Beweis dafür, wie stark die ätherischen Öle wirken. Oregano ist also ein hervorragender Bakterienkiller. Hier sollte darauf geachtet werden, das Oregano Öl nur innerlich verwendet wird, da es die Haut reizen kann.

Oregano ist ein natürliches Antibiotikum. So wirkt es gegen Bakterien, die gegen herkömmliches, medizinisches Antibiotikum resistent geworden sind. Es wirkt, wie schon erwähnt, vor allem im Mundraum, doch auch Infektionen in den Ohren können gelindert werden. Die Pflanze enthält neben den wichtigen Ölen auch Antioxidantien, die gegen Radikale im Körper kämpfen und ebenfalls Entzündungen hemmen.

Was kann man aus Oregano alles machen?

Da Oregano als Gewürz genutzt wird, kann man es in viele Speisen und Gerichte mischen. Vor allem in Smoothies und Tee werden die kleinen Blätter öfter gestreut. Aus Oregano wird allerdings auch häufig Öl hergestellt. Oftmals gibt es das jedoch nur konzentriert in Kapseln, wobei eine große Aufnahme an Flüssigkeit dabei wichtig ist. Oregano kann auch als Sud ins Badewasser gemischt werden. Dies ist vor allem bei Erkältungen hilfreich, da die ätherischen Öle schnell in den Atemwegen reagieren können. Es gibt auch die Möglichkeit anstatt Öl noch eine Creme herzustellen. Diese soll bei trockener und juckender Haut im Winter helfen. Oder aber im Sommer nach einem langen Sonnenbad.

Gibt es Nebenwirkungen?

Es mag komisch klingen, bei Gewürzen von Nebenwirkungen zu sprechen. Doch tatsächlich ist von einer hohen Dosierung abzuraten. Dies liegt an den ätherischen Ölen, die nie zuhauf genommen werden sollten. Gerade hier kann es zu blutverdünnenden Wirkungen kommen. Dies ist eigentlich nicht weiter schlimm, kann sogar gegen Thrombose helfen. Dennoch sollte man nicht zu viel davon nehmen, vor allem nicht, wenn bereits Blutverdünner eingenommen werden.