Allgemeines über Paradieskörner

Die Paradieskörner gibt es schon seit dem Mittelalter und erfreuten sich damals schon großer Beliebtheit. Da sie sich etwas mit dem echten Pfeffer ähneln und der immer billiger wurde, verloren die Paradieskörner irgendwann an Bedeutung. Doch seit ein paar Jahren kommen immer mehr Menschen auf den Genuss, der kleinen Körner die fruchtig scharf schmecken und eigentlich in keiner Küche fehlen sollten und wer sie einmal kennengelernt hat möchte sie nicht mehr missen.

Vorkommen

Paradieskörner stammen hauptsächlich aus den Regionen Afrikas, der Elfenbeinküste und Kamerun. Die krautartige Pflanze wächst bis zu 1,5 Metern hoch und ist sehr eng mit dem Ingwer verwandt. Trompetenförmige weiß- rosane Blüten ragen aus ihr, an den sich bis zu 9 cm lange Kapseln befinden in den die kleinen Samen enthalten sind. Pro Kapsel um die 60-100 Stück. In den Ländern werden sie angebaut, geerntet, getrocknet, verpackt und weltweit verschickt. Da vor allem Afrika die Paradieskörner anbaut und so begehrt, nennt man es auch die Pfefferküste. Denn Paradieskörner ähneln den Pfeffer nicht nur, sondern haben auch einen gewissen Grad an Schärfe zu bieten.

Geschmack

Paradieskörner schmecken fruchtig-scharf und ähneln durch die Schärfe etwas dem uns typischen Pfeffer. Die fruchtige Note entsteht durch die Ingwer-Zimt Mischung die in ihr steckt. Man sollte die Körner vor dem verwenden mahlen, denn dadurch bekommen sie die Würze die sie so besonders macht. Isst man sie roh, so haben sie eine extreme Schärfe die aber nur von kurzer Dauer ist. Kocht man die Körner jedoch, werden sie milder im Geschmack, denn durch die Hitze verlieren sie etwas an Würze. Das ist auch der Grund, weshalb man die Körner, die immer gemahlen sein sollten, so spät wie möglich bei kochen oder braten verwenden sollte, denn je länger sie Hitze ausgesetzt sind umso milder wird ihr Geschmack.

Anwendung

In Afrika sind sie aus der Küche schon über Jahre nicht mehr wegzudenken. Der Europäische Markt ist aber hinterher und schätzt die Paradieskörner immer mehr, vor allen zum Würzen für Lebkuchen, Glühwein oder Bier. Weltweit sind sie für eine Menge an Gerichten hervorragend geeignet, zum Beispiel: für Eintöpfe, Fisch und Meeresfrüchte aller Art, Gemüse und Gemüsesuppen, Kartoffeln, Brotaufstrich, Dressings für beispielsweise Salate, Dips und Saucen, reis, Hirse, Mais oder Couscous. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt, denn die Paradieskörner sind in der Küche super einsetzbar.

Aufbewahrung

Bei richtiger Aufbewahrung halten sich die Körner bis zu drei Jahre. Man sollte sie, wie andere Gewürze auch lichtgeschützt, kühl und trocken lagern. Am besten man mahlt die Körner immer erst vor dem Verbrauch, so halten sie ihre Aromen sicher in sich und man hat lange Zeit was von ihnen.

Zusatz

Allerdings sind die Körner nicht nur gut zum Würzen von Speisen. Die Afrikaner lieben sie, wegen ihrer wärmenden Wirkung die sie im Körper hervorrufen. Außerdem haben sie aufgrund der ätherischen Öle die in ihr stecken, eine entzündungshemmende, antibakterielle Wirkung und fördern zudem noch die Verdauung, da sie den Darm in vollen Zügen anregen.