Die Passionsfrucht ist eine Pflanze, welche sich durch Ranken, die stark im Boden verankert sind, auszeichnet. Diese Ranken setzen sich außerdem auch an geeigneten Stützen für die Pflanze fest. Die Blätter der Passionsfrucht sind wechselständig, das heißt die Blätter stehen einzeln und nicht mit einem anderen Blatt auf einer Höhe. Die Frucht ist eine Beere, welche im Innern zahlreiche Samen enthält, die jeweils von einer saftigen geleeartigen Hülle umgeben sind.

Verbreitung und Anbau

Der lateinische Begriff für die Passionsfrucht ist Passiflora edulis und sie kommt ursprünglich aus Brasilien, Paraguay und dem Norden Argentiniens.
Aufgrund ihrer Früchte wird sie mittlerweile weltweit in den Tropen und Subtropen angebaut und hat unter allen ihren Artgenossen die meiste Bedeutung für den Menschen.

Verwendung und Inhaltsstoffe

Die essbaren Früchte werden dazu genutzt, Saft aus ihnen zu gewinnen oder sie zu essen. Aus diesem Grund werden sie regelmäßig nach Europa exportiert. Die gelbliche Frucht ist dabei eine andere Art der Passionsfrucht, als die mit der roten Frucht. Die gelben Früchte sind aufgrund ihres hohen Säuregehaltes weniger aromatisch, dafür aber besser für die Saftgewinnung geeignet als die roten Früchte. Dafür ist die rote Frucht aber in Europa am häufigsten verbreitet. Die Passionsfrucht wird auch häufig für verschiedene Eissorten verwendet oder andere Desserts. Sie wird zum Beispiel gerne bei Pavlova gebraucht. Pavlova ist eine mit Sahne und Früchten gefüllte Torte aus Baiser Masse.

Passionsfrüchte enthalten viele wertvolle Nährstoffe wie zum Beispiel Zucker (Saccharose, Glucose und Fructose) und organische Säuren (Zitronensäure und Apfelsäure). Der Vitamin-C-Gehalt ist in dieser Frucht nicht besonders hoch, dafür aber der Gehalt an Vitamin B3 und Vitamin B2. Der Grund für den guten Geschmack liegt in einer großen Palette von Ester. Ester sind Stoffgruppen von einer Säure und eines Alkohols oder Phenols. Das sind in diesem Fall Stoffgruppen wie zum Beispiel Ethylacetat, Ethylbutanoat, Hexylbutanoat). Aus den Samen der Passionsfrucht wird Öl gewonnen, dass unter anderem für kosmetische Produkte (Sonnenschutz, Massageöle) genutzt wird. Die hauptsächlichen Inhaltsstoffe sind Linolsäure, Ölsäure und Palmitinsäure.

Neben den Früchten werden in Südamerika auch die Blätter der Passionsfrucht als Heilmittel verwendet. Die Blätter sollen gegen Entzündungen helfen. Sie werden aber auch bei Asthma als Beruhigungsmittel verwendet. Wie in schlaffördernden Mitteln oder Passionsblumen-Präparaten wurden auch in den Blättern dieser Pflanze Flavoennoide nachgewiesen. Dementsprechend kann ihre Anwendung als Beruhigung genutzt werden. Flavonoide sind eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide sind universell in Pflanzen vorhanden und somit auch in der menschlichen Nahrung.

Antioxidative Eigenschaften der Passionsfrucht

Es wird ihnen besonders antioxidative Eigenschaften zugeschrieben, weshalb sie so oft für medizinische Zwecke verwendet werden. Die antioxidative Wirkung bewirkt nämlich, dass eine Oxidation verlangsamt oder sogar komplett gestoppt wird. Eine Oxidation im Körper, also hochreaktive Sauerstoffbindungen im Körper, verursacht durch UV-Strahlung, Schadstoffe in der Luft und Chemikalien, sind schädlich für den Körper. Sie bewirken das die Zellen nach und nach immer mehr zerstört werden. Ohne intakte Zellen, kann der Körper seine lebensnotwendigen Prozesse nicht weiter ausführen, was unweigerlich irgendwann zum Tode führt, da der Alterungsprozess schneller eintritt und viele Krankheiten entstehen können. Somit verhindert die antioxidative Wirkung die Zellzerstörung im Körper. Aus diesen Gründen sind diese Früchte nicht nur gesund, sondern auch unter Umständen ein kleines Hilfsmittel.