Vorkommen

Pinienkerne wachsen an Pinienbäum und stammen aus der Gruppe der Kiefernbäume, deren Herkunft nicht eindeutig geklärt ist. Man findet die Bäume vor allem in Regionen an denen ein Ozean grenzt. Italien, Spanien, Kleinasien, Türkei und Kreta. Ein Baum, wird bis zu 250 Jahre alt und bekommt das erste Mal nach ungefähr 20 Jahren Zapfen, in denen sich die leckeren Pinienkerne verbergen. Sobald die Zapfen an den Bäumen hängen, brauchen sie noch einmal drei Jahre bis darin die Kerne wachsen und geerntet werden können.

Ernte der Pinienkerne

Die Pinienbäume wachsen hauptsächlich wild, da es sehr schwer ist sie zu züchten wurden bis heute keine Plantagen erfolgreich angelegt. Das macht es für die Pineros, die sogenannten Pinienkernpflücker, ziemlich schwer, da die Bäume ziemlich hoch sind und oft an Gebirgswänden wachsen. Die Erntezeit der Zapfen ist zwischen Oktober und April. Die Pflücker steigen mit einem langen Stock auf die Pinie und schlagen die Zapfen ab, sodass sie herabfallen. Ist dies geschehen werden die Zapfen solange getrocknet bis die Kerne aus ihn rausfallen. Danach wird die braune Schale der Pinienkerne maschinell abgetrennt und ist bereit für den Verkauf. Da die Ernte ein sehr aufwendiger Prozess ist, sind die Pinienkerne auch etwas intensiver im Preis, trotz alledem schmecken sie fantastisch.

Inhaltsstoffe

Pinienkerne schmecken nicht nur super lecker, sondern sie sind obendrein noch wahnsinnig gesund. Denn sie besitzen den kostbaren Inhaltstoff Selen, dieser enthält essentielle Fettsäuren die ein menschlicher Körper nicht selbstständig produzieren kann, sondern mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Dieser Inhaltstoff schützt uns vor den sogenannten freien Radikalen, welche für das Altern unseres Organismus verantwortlich ist. Nehmen wir regelmäßig Selen auf, schützen wir uns also vor Krebserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und dem vorzeitigen altern der Haut, er bewirkt also die Verlangsamung bei der Faltenbildung.

Außerdem enthalten Pinienkerne noch Vitamin A, welche die Wirkung von Selen unterstützt und wichtig für die Sehkraft der Augen ist. In dem kleinen Kern stecken zudem noch, Calcium, Eisen, Vitamin B2 welches bei der Umwandlung von Fetten und Kohlenhydraten in Energie hilft und Mineralstoffe wie Phosphor, welche gut für unsere Knochen und Zähne sind.

Aber der kleine Kern hat es in sich, in 100 g stecken rund 670 Kalorien, 13 Gramm Kohlenhydrate und der Fettgehalt beträgt ungefähr 68 Gramm. Allerdings soll man sich von den Pinienkernen ja nicht satt essen, sondern sie zum Verfeinern von Gerichten verwenden, sodass die Nährstoffe nicht weiter ins Gewicht fallen.

Anwendung

Pinienkerne gibt es in abgepackten, meist durchsichtigen Beuteln gehackt oder als Ganzes. Sie sind preislich relativ hoch, für die Kategorie: Nuss, da es aber sehr lange dauert sie zu ernten und dies körperlich auch ziemlich anstrengend ist, ist der Preis gerechtfertigt. Pinienkerne haben kein langes Haltbarkeitsdatum und sollten sobald sie geöffnet wurden, rasch verwendet und nur noch im Kühlschrank aufbewahrt werden. Ihr hoher Öl Gehalt lässt sie schnell ranzig werden.

Pinienkerne kann man so essen wie sie aus der Tüte kommen oder man röstet sie in der Pfanne, was sie noch intensiver im Geschmack werden lässt. Aber hierbei ist vorsichtig geboten denn sie können sehr schnell verbrennen und sind so nicht mehr zum Verzehr geeignet. Pinienkerne sind hervorragend geeignet für: Salate jeglicher Art, Couscous und Pesto- wodurch sie so bekannt geworden sind, allerdings empfiehlt es sich hier die Pinienkerne zu mahlen bevor man sie verwendet. In Müslis oder Früchtequarks sowie Kräuterquarks, im Nudelsalat oder einfach als Snack. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt, denn der Pinienkern ist nahezu überall einsetzbar und verdammt lecker