Die Geschichte

Die Geschichte des Sauerkrauts beginnt wohl in der Antike. Nicht aber als Sauerkraut, wie wir es heute kennen, sondern als gesäuerter Weißkohl. Im 7. Jahrhundert kam Kimchi, die asiatische Variante des Sauerkrauts, hinzu. Kimchi wird aus Chinakohl hergestellt. Schon in der griechischen Antike wusste man zumindest, dass Sauerkraut gesund war und empfahl es kranken Leuten. Zur Seefahrt wurde das Sauerkraut letztendlich zur sehr wichtigen Nahrung. Durch den Vitamin C Gehalt schützte man sich von Skorbut und war dazu noch monatelang mit Nahrung versorgt.

Sauerkraut als Superfood

Sauerkraut ist konservierter Weißkohl und ist eines der bekanntesten deutschen Gerichte. Es ist ein probiotisches Nahrungsmittel, was bedeutet, dass es lebensfähige Organismen enthält, und wird heute auch als Superfood bezeichnet, da es eine große Menge an Vitamine enthält, die, zusammen mit Ballaststoffen, positiv für die Gesundheit sind. Die Herstellung dauert einige Zeit, da der Weißkohl, nachdem er geschnitten und gestampft wurde, in einen luftdichten Behälter kommt. Dort kann er in seinem eigenen Saft und der Zugabe von Salz gären, was in etwa sechs Wochen dauert. Der Gärungsprozess wird durch Milchsäurebakterien angetrieben.

Inhaltsstoffe

Das Sauerkraut enthält einen hohen Anteil an Vitamin C, sowie auch A und B, Milchsäure und Mineralstoffe. Vor allem im Winter wird er heutzutage noch gerne gegessen. Dadurch, dass Mikroorganismen den Zucker während der Gärung verarbeiten, ist Sauerkraut beinahe fettfrei und enthält nicht viele Kalorien. Weiterhin wird der Kohl durch die Bakterien leicht verdaulich gemacht. Gerade roh ist er also ein ausgesprochen gesundes Nahrungsmittel.

Sauerkraut ist das einzige Gemüse, das Vitamin B12 enthält. Normalerweise taucht das Vitamin nur im Fleisch auf, oder im Ursprung von Obst. Da heutzutage jedoch hohe Hygienevorschriften herrschen, sind diese Vitamine beim Verkauf nicht mehr vorhanden. Das Vitamin B12 ist für den Aufbau des Zellkerns verantwortlich und ist bei der Blutbildung ausgesprochen wichtig. Außerdem hilft das Vitamin bei der Stressbewältigung
Vitamin C ist sehr wichtig für unser Immunsystem, weshalb das Kraut vor allem im Winter auf den Tisch kommt. Ideal wird er auch zur Grippezeit verspeist, wenn nicht sogar regelmäßig.

Durch den vorhandenen Ballaststoff fördert das Kraut die Verdauung und regeneriert Bakterien, die heute oftmals durch Antibiotikum abgetötet werden. Die beinhaltete Milchsäure ist sehr gut für die Darmflora. Das enthaltene Acetylcholin wirkt stimmungsaufhellend. Es beruhigt das Nervensystem und hilft, wie auch das Vitamin B12 bei der Stressbewältigung. Außerdem enthält Sauerkraut noch weitere Mineralstoffe, wie Kalzium und Zink, jedoch in sehr niedrigen Mengen.

Wobei hilft Sauerkraut am besten?

Aus den bisher erhaltenen Informationen kann erkennen, dass Sauerkraut immer verzehrbar ist. Wenn man es gezielt als Naturheilmittel einsetzen will, gibt es einige Erkrankungen oder Beschwerden, bei denen es am besten hilft. Gegen Immunschwäche hilft vor allem das Vitamin C und die enthaltene Folsäure, die die Aufnahme von Vitaminen unterstützt. Die probiotischen Bakterien sind hervorragend bei Darmerkrankungen geeignet. Durch die Milchsäure regeneriert sich die Darmschleimhaut, die auch durch Antibiotikum aus dem Geleichgewicht gerät. Außerdem verhindern sie die Einnistung von Krankheitserregern. Auch bei Verstopfung kann Sauerkraut helfen.

Die Milchsäurebakterien helfen allerdings auch beim Senken des Cholesterinspiegels, somit beugt man automatisch gegen Herzkrankheiten vor.
Gegen Nervosität und zur allgemeinen Beruhigung sowie stimmungsaufhellend kann Sauerkraut ebenfalls helfen. Da Sauerkraut auch Ablagerungen verhindern kann, ist es bei Rheuma-Beschwerden auch empfehlenswert. Selbst bei Diabetes und Gicht wurde es schon vor langer Zeit zu Entschlackung empfohlen.

Man besagt sogar, dass es das Wachstum von Krebs ausbremst. Einige Studien fanden heraus, dass es vorbeugend gegen Dickdarmkrebs wirkt. Bis es jedoch erwiesen ist, sollte man ein Heilmittel im Sauerkraut finden, dauert es jedoch noch.

Sauerkraut am besten roh genießen

Um all die wichtigen Nährstoffe und Vitamine zu erhalten, sollte man Sauerkraut am besten roh essen. Durch das Erhitzen sterben die Milchsäurebakterien, die sehr wichtig für den menschlichen Körper sind. Wenn man es kochen möchte, dann sollte es nur leicht bissfest gekocht werden, um die Vitamine zu erhalten. Beim Verzehr von rohem Sauerkraut sollte man darauf achten, dass man es gut zerkaut, um alle Inhaltsstoffe freizusetzen. Auch beim Kauf sollte man auf die Frische achten und nur Kraut nehmen, ohne chemische Zusätze.

Wissenswertes

Für Veganer ist das rohe Sauerkraut bestens geeignet. Gerade weil es das einzige Gemüse ist, dass Vitamin B12 liefert. Wegen der fleischlosen Ernährung müssen Veganer und auch Vegetarier dieses Vitamin anders aufnehmen. Es gibt neben dem normalen Sauerkaut auch noch Sauerkrautsaft. Er hat jedoch eine abführende Wirkung und sollte somit in Maßen genossen werden. Kaufen kann man Sauerkraut überall, im Biomarkt oder in Supermärkten. Hier ist jedoch wichtig, dass man unbearbeitetes Sauerkraut nimmt, also ungekocht.