Vor allem Vegetarier und gerade Veganer kennen Quinoa. Für sie ist es ein Nahrungsmittel das oft und vielleicht sogar regelmäßig auf dem Plan steht. Mittlerweile kommt es auch oft in Supermärkten in Form von Salaten vor. Es wird immer populärer. 

Was ist Quinoa?

Quinoa stammt aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse, ist somit mit Spinat und Rüben verwandt, und ist in den Anden, dem Südamerikanischen Gebirge, als Kulturpflanze bekannte. Da sie so anspruchslos im Wachstum sind, können sie ohne Probleme in großen Höhen wachsen und sind somit ein Grundnahrungsmittel der Bergvölker in Südamerika. Quinoa hat eine getreideähnliche Zusammensetzung und sind mineralstoffreich. Vor allem Eisen, Magnesium und Eisen sind in Quinoa enthalten. Auch wichtige Aminosäuren enthält der Samen, jedoch findet man in ihm keine Vitamine A oder C. Es ist ein guter Ersatz für Reis und gerade für Allergiker vor Vorteil. Außerdem wird aus Quinoa glutenfreies Bier hergestellt.

Ein geschichtlicher Exkurs

Bereits vor 6000 Jahren gab es Quinoa in Südamerika und ist dort neben Amarant seitdem ein Grund- und Hauptnahrungsmittel.
Als die Eroberungskämpfe Spaniens in Südamerika anhielten und die Europäer gegen die dortigen Völker Krieg führten, war der Anbau jedoch verboten. Es wurde sogar mit dem Tod bestraft, was die Inka und Azteken schwächte, da sie ihr Hauptnahrungsmittel verloren. Dies mag ein Grund dafür sein, weshalb Quinoa bis in die heutige Zeit wohl recht unbekannt in anderen Gegenden der Welt war. In den 90er Jahre entdeckte die Raumfahrt das Getreide für sich und steigerte sie auch die Nachfrage in Europa und Nordamerika. Somit wurde die Wirtschaft in Südamerika, vor allem in Peru, Bolivien und Ecuador angekurbelt und der Export steigerte sich. Heute wird Quinoa sogar textweise in Europa angebaut, die Erntezeit ist hier Mitte September.

Die Inhaltstoffe

Quinoa ist ziemlich reich an Eiweiß. Somit ist es besonders gut für eine fleischfreie Ernährung, da es ein ausgezeichneter Zulieferer von Proteinen ist. Außerdem enthält es Kalium, Magnesium und Phosphor. Wie bereits erwähnt hat es wenige Vitamine, jedoch ist Vitamin B1 reichlich enthalten. Es ist kalorienwarm und ist für eine Low-Carb-Ernährung gut einsetzbar. Auch wenn es Kohlenhydrate enthält, sind diese gut verwertbare.
Quinoa enthält auch Fette. Eigentlich versucht heute wohl die Mehrheit der Menschen eine fettarme Ernährung einzuhalten.

Viele sind immer wieder auf Diät. Aber Fette sind wichtig und gerade solche, die hochwertig und ungesättigt sind. Genau das liefert Quinoa. Diese gesunden Fette senken das Risiko für Blutgerinnsel, somit für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Wie bereits erwähnt enthält Quinoa Aminosäuren. Eines davon ist das wichtige Lysin, das für das Wachstum des Gewebes und der Zellen verantwortlich ist. Lysin kommt in nur sehr wenigen Nahrungsmitteln vor, weshalb Quinoa einer der wichtigsten Lieferanten dieser Aminosäure ist.

Rotes Quinoa

Quinoa gibt es in verschiedenen Arten. Bekannt sind vor allem das gelbe, oder auch als weiß bezeichnet, das rote und das schwarze.
Das rote Quinoa hat einen scharfen, sogar leicht bitteren Geschmack, im Gegensatz zu dem herkömmlichen und deutlich bekannteren gelben Quinoa. Außerdem hat es einen höheren Kalorien- und Proteingehalt. Da das Auge auch immer mitisst, ist es eine schöne Abwechslung zu dem sonst gelbaussehenden Quinoa. Grundsätzlich gibt es allerdings keine weiteren signifikanten Unterschiede. Das rote Quinoa gibt es nicht nur in Rot selbst, sondern auch in Orange bis hin zum dunklen Rot. Das rote Quinoa ist vor allem dafür bekannt, dass es einige Krebsarten in der Entwicklung hemmt. Wie auch das herkömmliche Quinoa, senkt es zudem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und erhöht die Elastizität der Blutgefäße.

Quinoa Arten

Neben den verschiedenen Farben, kann man mit Quinoa auch einiges an Lebensmitteln herstellen. So gibt es zum Beispiel Quinoa Flocken, die im Müsli enthalten sind. Mit Quinoa Mehl kann man glutenfreie Brötchen backen. Es gibt sogar Quinoa-Blätter, die zur Zeit jedoch in Deutschland noch nicht so häufig zu erwerben sind.