Sanddorn ist eine Pflanzenart, die zu den Ölweidengewächsen gehört. Diese Pflanze ist bekannt für Ihren hohen Gehalt an Vitamin C und wird aus diesem Grund häufig in Nahrungsmitteln und Getränken, sowie Hautpflegeprodukten verarbeitet. Andere Bezeichnungen für diese Pflanze sind zum Beispiel Weidendorn oder Sandbeere.

Herkunft des Sanddorns

Ursprünglich kommt diese Pflanze aus Nepal. Am meisten verbreitet ist er heutzutage im asiatischen Bereich vor allem in Sibirien und China. In Europa ist der Sanddorn auch weitestgehend verbreiten. Man findet ihn in Mitteleuropa von den Pyrenäen über die Alpen bis hin zum Kaukasus. Die nördlichste europäische Grenze ist Norwegen. Der Sanddorn kommt auch in vielen Teilen Deutschlands vor, da der Sanddorn Höhen von bis zu 1800 Metern bevorzugt und kalkhaltige Sand- und Kiesböden bei Sonne. Er fühlt sich aber auch in lichten Kiefernwäldern wohl, aber auch am Meer oder sogar Straßenlichtungen, was der Grund für die weite Verbreitung ist.

Aufbau und Aussehen

Der Sanddorn wächst als Strauch und kann bis zu 6 Meter hoch werden. Der Sanddorn erscheint von außen als bronzefarben bis silbergrau durch die zahlreichen kleinen anliegenden Schuppen. Das Wurzelsystem dieser Pflanze kann bis zu drei Meter in die Tiefe reichen und sogar bis zu zwölf Meter in andere Richtungen. Der Sanddorn hat weidenähnliche Blätter, die eine Länge von 40-80 mm und eine Breite von drei bis 8 mm Breite haben.
Die Blüten des Sanddorns sind gelblich und werden in Mitteleuropa ab März sichtbar. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Mai. Frucht, Bestäubung und Ausbreitung Von Anfang August bis Anfang Dezember bringt der Sanddorn dann seine orange bis gelben, ovalen Früchte hervor.

Die Früchte können bis zu acht Millimetern groß werden. Diese Früchte werden als Schein-Steinfrüchte bezeichnet. Die Blüten des Sanddorns werden wie auch bei anderen Pflanzen durch den Wind bestäubt. Die Samen werden zum Beispiel dadurch verbreitet, dass Vögel die Früchte fressen und die Samen dabei wieder ausscheiden. Aber der Samen kann auch durch Wasser verbreitet werden.

Inhaltsstoffe und Nutzung für die Medizin

Der Sanddorn enthält einen überdurchschnittlichen Wert an Vitamin C. Dieser Wert ist sogar noch höher als in Zitronen oder Orangen. Sanddorn enthält auch in geringen Mengen Vitamin B12, welches sonst fast ausschließlich in tierischer Nahrung vorhanden ist.
Sanddornfruchtfleisch enthält zwischen drei und fünf Prozent Öl. Die Öle des Sanddorns enthalten ziemlich viele Vitamine, Carotin und ausreichend ungesättigte Fettsäuren. In der Medizin werden die Früchte des Sanddorns auch genutzt, aber hier hauptsächlich in Form von Säften, Shakes oder Extrakten.

Verwendung als Nahrungsmittel

Für den Frischverzehr hat der Sanddorn eher wenig Bedeutung. Es gibt ähnliche Verwendungsmöglichkeiten wie bei anderen Früchten auch.
So kann es zu Fruchtsaft, Fruchtmus und als Gewürz verarbeitet werden. Als Getränk wird Sanddorn als Fruchtsaft, Nektar und als Bestandteil von Mixgetränken oder Cocktails verwendet. Aus den Beeren lassen sich Obstweine oder andere Getränke herstellen. In den Jahren sind Kräuter- und Früchteteemischungen aus Sanddorn immer beliebter geworden und werden aufgrund ihres säuerlichen Geschmacks besonders geschätzt. Die Kerne werden zur Gewinnung der pflanzlichen Öle verwendet, welche für Hautpflegeprodukte genutzt werden.