Eine der wohl bekanntesten essbaren Pflanzen ist die Tomate. Die Pflanze hat seit Ihrer Entdeckung, einige Namen erhalten. Sie wurde je nach Anbaugebiet anders genannt. Den endgültigen und allseits bekannten Namen, erhielt die Tomate erst im letzten Jahrhundert. Als Tomate wird jedoch nur die rote Kugel bezeichnet, die einem kleinen mit Wasser gefüllten Luftballon ähnelt.

Merkmale der Tomate

Die Tomate ist in die gleiche Pflanzenkategorie einzuordnen, wie die Kartoffel oder andere Pflanzen wie die Aubergine. Sie wurde eine lange Zeit an Metallstäben gepflanzt, sodass die Tomate in die Höhe wachsen konnte. Da die dünnen grünen Äste, jedoch nicht stabil genug waren, die reifen Tomaten zu halten überlegte man sich neue Möglichkeiten für den Anbau.

Man ging dazu über, die Samen der Tomate in den Boden zu pflanzen. Die Tomate reift jetzt auf dem Boden wo Sie sich zu einem strauchartigen Gebilde aus dünnen grünen Ästen und roten Kugeln formen. Die dünnen, grünen Äste sind sehr weich und flexibel und erinnern bei der Berührung etwas an kleine Gummistäbe. Ein kompletter Tomatenstrauch verfügt über Poren bzw. kleine Öffnungen aus der oftmals ein sehr penetranter Geruch freigesetzt wird.

Nachtschattengewächs Tomate

Aufgrund der Einteilung in gleiche oder ähnliche Kategorien die als Nachtschattengewächse bekannt wurden, begann man früh mit den verschiedenen Pflanzen zu experimentieren. Die Ergebnisse brachten aber nicht den erhofften Erfolg.

Geschichte der Tomate

Die Tomate stammt aus Südamerika. Es wurde jedoch festgestellt, dass sich unzählige verschiedene Arten und Sorten über den ganzen Kontinent von Mexiko bis Chile und Venezuela ausgebreitet haben. Im Laufe der Evolution haben sich die verschiedenen Sorten den entsprechenden Klimazonen angepasst. Das Klima in Mittelamerika hat sich hierbei als der ideale Wachstumsstandort herausgestellt. Hier ist auch die größte Sortenvielfalt beheimatet.

Der Entdecker Kolumbus brachte die Tomate im 15 Jahrhundert nach Europa. Vereinzelt wurden kleine Gebiete in Europa gefunden, wo Tomaten wild gewachsen sind. Aufgrund des anderen Klimas in Europa waren wildgewachsene Tomatenfelder aber eine absolute Seltenheit. Da die Menge der von Kolumbus mitgebrachten Pflanzen sich auf eine kleine Menge beschränkte, wurde die Tomate die nächsten 200 Jahre Europaweit von unzähligen Wissenschaftlern zu Forschungszwecken gebraucht. Die Tomatenpflanze diente bis zum 18. Jahrhundert lediglich zur Verschönerung der Gärten. Vereinzelt machten Berichte die Runde, wo die Tomatenpflanze im medizinischen Bereich eingesetzt werden sollte. Diese Berichte wurden jedoch nie als erfolgreich bestätigt. Die ersten Berichte, das die Tomate essbar ist, erfolgten erst Ende des 18. Jahrhundert. Im ersten Drittel des 19. Jahrhundert wurde die Tomate auch in Deutschland bekannt und für die Verpflegung eingesetzt. Überwiegend nutzte man die Tomate für die Verfeinerung der Speisen indem die Tomate zu Suppen verkocht wurde. Als vollwertiges Nahrungsmittel setzte sich die Tomate erst nach Kriegsende langsam durch. Das nötige Fachwissen für den Anbau der Tomaten brachten Leiharbeiter aus Osteuropa mit. Nach dem Kriege war die Angst der Bevölkerung vor Fremden noch sehr groß und das harte Klima tat sein Übriges dazu, dass es bis Mitte 1955 dauerte die Tomate Deutschlandweit zu etablieren. In einigen Süddeutschen Regionen erfolgte die Einführung der Tomate erst mit der Erstellung der großen Supermärkte.

Krankheiten

Durch die härteren Klimabedingungen und neue Schädlinge aus dem Tierreich wurden die Erzeuger und Anbauer der Tomaten mit vorher nicht bekannten Problemen konfrontiert. Die Bauern hatten nun zusätzlich die Aufgabe die Tomaten gegen Viren und Bakterien resistent zu machen. Außerdem mussten Sorge getragen werden die Tomatenpflanzen gegen Tiere zu schützen.

Sorten und Zuchtziele

Seit der Entdeckung der Tomatenpflanzen sind durch Züchtung und Forschung mehr als 3000 neue Sorten entwickelt worden, die offiziell anerkannt sind. Man schätzt jedoch, dass nochmal mindestens die gleiche Menge gezüchtet wurde, die aber nie anerkannt oder namentlich erwähnt wurden. Bei der Erforschung und Umsetzung der neuen Sorten wurde im Wesentlichen darauf geachtet, dass ein schnelles Wachstum erfolgt. Ebenso wurde die Anfälligkeit für Schädlinge jeder Art reduziert. Dies führte im Ergebnis dazu, dass die Tomate zwar jetzt haltbar ist jedoch sehr häufig nur nach Wasser schmeckt. Wer natürlich bereit ist, sich die Tomate mehr kosten zu lassen, hat die Möglichkeit die Tomaten bei betrieben zu kaufen die einen ökologischen Anbau bevorzugen.

Durch die kommerzielle Überzüchtung hat die Qualität natürlich Schaden genommen. Die in früheren Jahren recht robuste Haut der Tomate ist mittlerweile stark verdünnt. Das bedeutet im Endergebnis das ein großer Teil der Tomaten bereits beim Transport durch Druckstellen so stark beschädigt werden, dass die Ladungen oft nicht mehr für den Verkauf geeignet sind, sondern einfach entsorgt werden.

Kreuzung und Veredelung mit anderen Nachtschattengewächsen

Die Forschungsanstalten der EU-Staaten sind bereits seit einigen Jahren damit beschäftigt, den Gen Pool der Pflanzen zu erforschen. Die erzielten Ergebnisse wurden mit den erzielten Werten aus der Genmanipulation kombiniert um neue Lebensmittel zu erschaffen. Ein durchschlagender Erfolg ist aber nicht zu verzeichnen.

Verwendung als Nahrungsmittel

Die Tomate in der Ursprungsform, hatte einen geringeren Wasseranteil, dafür aber mehr Nährstoffe, die der menschliche Körper für seine gesunde Entwicklung benötigt. Durch die Überproduktion und die Überzüchtung hat sich das Bild sehr gewandelt. Der Wasseranteil hat den absoluten Höchststand erreicht, dies ging natürlich zu Lasten der Nährstoffe, die der Tomate fast mittlerweile komplett entzogen wurden.