Ein Dreiklang aus Indien

Die älteste aufgezeichnete medizinische Systematik der Welt heißt Ayurveda und kommt aus Indien. Noch heute nehmen die meisten Inder auf dem Land und in den Städten Behandlungen nach ayurvedischer Lehre in Anspruch und können damit die meisten Krankheiten wirksam behandeln. Triphala ist eine Medizin, die dieser Lehre entspringt.

Triphala besteht zu gleichen Teilen aus den Früchten der Pflanzen Bibhitaki, Amalaki und Haritaki. In Deutschland und Europa sind diese fruchttragenden Pflanzen eher unbekannt. Nach Ayurveda bewirkt die Mischung aus diesen drei Früchten ein langes Leben und einen Erhalt der körperlichen Fähigkeiten. Man sagt sogar, Triphala würde den, der es einnimmt, verjüngen! Auch einzeln sind die Bestandteile von Triphala wirksam, doch durch die Mischung wird diese Wirksamkeit noch weiter verstärkt.

Indische Ärzte, die nach Ayurveda praktizieren, behaupten, mit Triphala könne man so gut wie jede Krankheit heilen. Ob das stimmt, sei einmal dahin gestellt. Jedenfalls wird die Ayurveda-Medizin durch die WHO als medizinische Wissenschaft anerkannt und an vielen indischen Universitäten gelehrt. Über 300.000 ayurvedische Ärzte sind in Indien tätig. Immerhin wird In westlichen Forschungseinrichtungen momentan untersucht, ob Triphala auch gegen die Behandlung von Krebs von Nutzen sein kann, wie immer wieder behauptet wird.

Zutaten

Bibhitaki bewirkt die Reinigung aller Körpergewebe. Der Körper wird entgiftet, und Stoffe, die Entzündungen bewirken könnten, werden ausgeschwemmt. Außerdem wirkt es optimierend auf das Cholesterin und die Blutfettwerte. Auch sagt man den Früchten eine stärkende Wirkung auf die Haarwurzeln, die Stimmbänder und auf die Augen nach.

Amalaki ist eine Pflanze, der „göttliche“ Eigenschaften nachgesagt werden. Sie wird im Ayurveda als sehr effektives Verjüngungsmittel geschätzt. Der gesamte Körper und seine Funktionen erfahren eine Stärkung. Sie fördert die Leistungsfähigkeit des Gehirns und der Sinneswahrnehmung. Das Immunsystem wird verbessert und man fühlt sich insgesamt einfach gut! Auch hier wird die Entgiftung gefördert, insbesondere die der Leber. Die Blutwerte werden verbessert, unter anderem auch durch die vermehrte Aufnahme von Eisen und anderer Mineralien.

Haritaki schließlich wirkt ebenfalls auf das Gehirn und der Gedächtnisleistung ein, vor allem auf die Koordination geistiger Funktionen wie Lernen, das Speichern von Wissen und das Erinnerungsvermögen. Das Verdauungssystem wird dahin gehend unterstützt, dass die Aufnahme und der Transport von Nährstoffen aus der Nahrung, die dem Körper zugeführt wird, insgesamt verbessert wird. Doch auch die Ausscheidung von Abfallprodukten wird erleichtert.

Das Eine für alles?

Triphala vereinigt also all die beschriebenen Wirkungsweisen auf sich und trifft in Europa auf ein Publikum, das zu einem Teil nach Alternativen zur hier bekannten Schulmedizin sucht. Gleichzeitig wird hier die Hoffnung auf ein Mittel genährt, das den Körper nicht nur fit hält, sondern sogar helfen soll, die Uhr ein wenig zurückzudrehen – wider die Alterung. Ein Traum der Menschheit.

Sicherlich ist der Systematik des Ayurveda hoher Respekt zu zollen, zumal sie seit Jahrtausenden erfolgreiche Anwendung findet. Und doch sind die Ergebnisse, die Triphala bewirkt, sicherlich nicht losgelöst von einer ausgewogenen Ernährung und einem gesunden Lebenswandel zu betrachten.
Triphala kann man in Deutschland im Internet beziehen, möglicherweise auch im Reformhaus. Als getrocknetes Pulver, in Tablettenform, als Saft oder in Kapseln kann es im Sinne eines Nahrungsergänzungsmittels gekauft werden.