Das Zypressengewächs

Die Wacholder ist ein Zypressengewächs und macht mit einer Menge Arten mehr als ein Viertel der Gewächse aus. Bei uns in Mitteleuropa gibt es jedoch nur die Gemeine Wacholder und den Sadebaum. Die Wacholder sind immergrüne Sträucher, die sehr anspruchslos sind. Allerdings bevorzugen sie Standorte mit viel Sonne, damit sie ordentlich wächst. Jedoch kann man sie auch überall dort finden, wo kaum etwas anders vorkommt. Sie wächst unterschiedlich hoch, von einigen Zentimetern bis hin zu einigen Metern. Die Blätter sind hierzulande nadelförmig, ihre Blüten zweihäusig, was bedeutet, dass eine Pflanze entweder männliche oder weibliche Blüten besitzt.

Nur aus den weiblichen bildet sich nach ein bis drei Jahren die Wacholderbeere, die schwarzbraun an dem Wacholder zu sehen und pflücken ist. Korrekt betrachtet, sind es eigentlich nicht einmal Beeren, sondern Zapfen. Die Beere Wacholder als Gewächs ist sehr heilwirksam, weshalb man ihn lange Zeit in beinahe jeden Garten vorgefunden hat. Alles an der Pflanze kann man verarbeiten, vom Holz über die Wurzel bis zu den Beeren. Die Wacholderbeere ist vielseitig einsetzbar. Sie enthält Zink, Mangan und ätherische Öle. Auch aufgrund ihrer Säuren werden ihr Heilwirkungen zugeschrieben.

Die Wirkung der dunklen Beeren

Die Wacholderbeere wird gegen vieles eingesetzt und unterstützt allgemein die Gesundheit und das Wohlbefinden. Es gibt verschiedene Methoden, die Beeren einzusetzen, was vor allem auf die Art der Beschwerden ankommt. Es gibt Tinkturen, ätherische Öle und Tee. Man kann die Wacholderbeere sogar zerkauen oder einen Sirup herstellen. Sie wird sogar in der Küche als Gewürz eingesetzt. Es ist jedoch immer gesundheitsfördernd, da die Wirkung immer reinigend und treibend ist.

Anwendung

Wie schon gesagt, lässt sich die Wacholderbeere in vielen Bereichen einsetzen. Mit ihren verschiedenen Arten ist man flexibel in der Anwendung. Da sie eine treibende Wirkung hat, kann man sie zu unterschiedlichsten Beschwerden einsetzen.

Ein Dampfbad ist gegen Husten oder Lungenerkrankungen sehr gut, da es das Abhusten erleichtert. Außerdem wirkt es antibakteriell, was auch durch einen Sirup gefördert wird. Neben diesen positiven und heilenden Effekten können die Wacholder den Appetit anregen, der bei Erkrankungen der Lunge gerne niedrig ausfällt. Auch die ätherischen Öle helfen bei Husten, allerdings benutzt man sie auch gegen Gelenkschmerzen in Form von Umschlägen. Das Öl muss immer mit Wasser verdünnt werden, damit keine Hautreizungen auftreten, so hat das Öl dann jedoch eine beruhigende Wirkung.

Zur Förderung der Verdauung und gegen Harnwegserkrankungen hilft der Wacholdertee ungemein, hierzu kann auch eine Wacholder-Tinktur eingesetzt werden. Er regt die Nierentätigkeit an, jedoch sollte man darauf achte, dass gerade bei einer Nierenentzündung nicht der Tee getrunken wird. Er reizt die Niere und würde sie somit nur weiter schwächen. Durch den Tee wird der Stoffwechsel ebenfalls angekurbelt und die entgiftende Wirkung entschlackt den Körper. Er kann durchaus gegen Migräne und Herzbeschwerden helfen. Außerdem kann er leichte Formen von Diabetes günstig beeinflussen, allerdings ersetzt eine Kur mit Wacholder nicht die ärztliche Behandlung. Dadurch, dass die Wacholderbeere die Durchblutung fördert kann er krampflösend und schmerzlindern wirken, wie auch bei Menstruationsbeschwerden.

Das Zerkauen der Beere ist wohl die am wenigsten genutzte Anwendung, jedoch hilft sie gegen Sodbrennen. Außerdem kann durch das Kauen der Beeren gegen Mundgeruch vorbeugen. Wacholderbeeren benutzt man häufig auch in der Küche, da sie einen einzigartigen Geschmack haben, aber auch die Nahrung verträglicher machen. Weiterhin gibt es Spirituosen, die aus den Beeren hergestellt werden.

Worauf muss man beim Verzehr achten?

Oft stellt sich die Frage nach Nebenwirkungen. Tatsächlich ist es bei der Wacholderbeere so, dass man eine Kur nicht zu lange machen soll und auf eine gute Dosierung achten muss. Grundsätzlich sollte die Einnahme nicht länger als vier Woche andauern. Schwangere sollten komplett auf Wacholderbeeren verzichten. Sammlern sei gesagt, dass der Wacholder oft mit anderen Gewächsen verwechselt wird. Hier ist Vorsicht geboten, da einige Blätter giftig sind.

Wissenswertes über Wacholder

2002 waren die Heide-Wacholder, die häufige Art in Deutschland, Baum des Jahres. Der Wacholder stehen mittlerweile unter Naturschutz. Nur die Beeren dürfen noch geerntet werden.

Wo bekommt man den Wacholder her?

Viele Supermärkte bieten das Gewürz preiswert an. Die Beeren kann man im Internet bestellen, teilweise in Drogeriemärkten kaufen oder aber auch beim Metzger, der die Beeren gerne in Saucen von Braten mischt.